Der Zauberer Obama sendet weiterhin falsche Signale / US Mideast Policy: The Road to Hell is paved with good Intentions… / מתי ירושלים תשנה כיוון? דברו עם אובמה על הנכבה היהודית

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דניאל דגן - Man kann es drehen und wenden, wie man will. Man kann beliebig heruminterpretieren. Fest steht: Seit US Präsident Barack Obama im Amt ist, gibt es keine ernsthaften Gespräche mehr zwischen Arabern und Israelis. Die Verhandlungen, die es bis dahin regelmässig gab, wurden abgebrochen. Die Aussicht auf eine baldige Wiederaufnahme ist gleich null.



Grund für diesen unerfreulichen Zustand sind die falschen Signale, die von Obama gesendet werden. Inzwischen kann man ein Muster festmachen, das sich gleich drei mal wiederholte. Hier die Eckdaten.

Obama besucht Ankara, Riad und Kairo. Auf allen drei Stationen lobt er die arabischen und muslimischen Errungenschaften. Bei König Fahd von Saudi Arabien holt er sich Rat und spricht von der großen Weisheit des Gastgebers. Israel besucht er demonstrativ nicht. Die Rechtfertigung und die Entstehung des jüdischen Staates stellt er als Folge der Shoa dar - eine völlig falsche und zudem gefährliche historische Interpretation.

Obama fordert Israel dazu auf, keine Häuser mehr in bestehenden Siedlungen zu bauen (neue entstehen sowieso seit vielen Jahren nicht, mehrere wurden komplett evakuiert). Diese Forderung formuliert Obama als Vorbedingung für Gespräche. Die Palästinenser verhärten ihre Position und lehnen weitere Verhandlungen mit Israel strikt ab.

Obama stellt die Grenzen von 1967 als Basis für Verhandlungen zwischen Arabern und Israelis dar. Damit bewirkt er eine weitere Verhärtung der arabischen Haltung und schwächt die israelische Verhandlungsposition.

 
Geschichtsunterricht für Obama: Israel wurde nicht WEGEN sondern TROTZ der Shoa gegründet!
 

Obama versucht Israel zu beruhigen, indem er über die Shoa spricht und spektakuläre Besuche an wichtigen Orten abstattet (zum Beispiel Dachau und das ehemalige Warschauer Getto). Die Erinnerung an die Shoa ist natürlich richtig. Doch der aktuelle Zusammenhang mit dem arabisch-israelischen Konflikt - wie er von Obama hergestellt wird - begünstigt die unzutreffende Auslegung der geschichtlichen Entwicklung, die zur Gründung Israels führte. Bei seinen Reden erwähnt Obama mit keinem Wort das Schicksal von jüdischen Flüchtlingen, die aus der arabischen und muslimischen Welt fliehen mussten.

Diese wiederholten, falschen Signale erschweren zusätzlich die Suche nach dem Frieden im Nahen Osten. Bei den Arabern wecken sie Illusionen. Der israelischen Bevölkerung machen sie klar, dass Obama die wahre Geschichte des Landes nicht kennt und die regionalen Aspekte des Konflikts völlig missachtet. Obama hat anscheinend keine Ahnung von den ältesten jüdischen Gemeinden der Welt - etwa in Ägypten und Mesopotamien. Obama informiert sich nicht über die Unterdrückung und Verfolgung der Juden in Arabien. Obama weiß offenbar nicht, dass Israel nicht Wegen sondern Trotz der Shoa entstanden ist.

In Nahost ist es an der Zeit, zu direkten Gesprächen zurückzukehren. Ohne Vorbedingungen. Ohne historische Verzerrungen, die von Obama leider immer wieder zum Ausdruck gebracht werden. Obama der Historiker ist nicht hilfreich, weil er die Geschichte unzutreffend darstellt. Obama der Präsident der USA kann sehr helfen, indem er die Konfliktparteiein schlicht und einfach dazu auffordert, ohne Wenn und Aber miteinander zu sprechen.

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