Chaos in Tunesien, Krieg in Libyen: Italien zahlt die Zeche / Boat People from Africa keep arriving in Italy / הפצצות בלוב; פליטים באיטליה

La Stampa: Flüchtlinge auf Lampedusa / Avanti!: "Basta, wir sind voll!" / Italiana: Berlusconi in Tunesien... Berlusconi vor Gericht... / Correio da Manhã, Portugal: Protest gegen Berlusconi / Giannelli in Corriere della Sera: Berlusconi kann ruhig in Tunesien bleiben; wir tauschen ihn gegen die Immigranten aus...



דניאל דגן - Instabilität in Tunesien und in anderen arabischen Ländern in Nordafrika. Krieg in Libyen. Welches Land in Europa spürt die Auswirkungen am stärksten? Italien. Noch bis vor wenigen Monaten haben arabische Regierungen selbst dafür gesorgt, den Strom von afrikanischen Flüchtlingen zu kontrollieren und wenigstens einzudämmen. Heute sind sie dazu kaum noch in der Lage. Im Falle von Libyen geht es noch weiter. Das Regime von Ghaddafi begünstigt sogar die Flucht nach Europa. Aus der Sicht von Tripoli ist das eine legitime Methode der Kriegsführung gegen die Nato Länder, die seit über zwei Wochen in Libyen militärisch intervenieren.



Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat viele Probleme zuhause. Auch persönliche: Gerichtsverfahren wegen angeblicher Steuerhinterziehung. Gerichtsverfahren wegen angeblicher sexueller Delikte. Doch momentan muss er vor allem eine schnelle Lösung für das Flüchtlingsproblem finden. Die Bevölkerung fühlt sich durch die illegale Immigration stark belastet. In vielen Gemeinden in Italien gibt es Proteste und Demonstrationen.

Berlusconi versucht immer wieder, die alten Vereinbarungen mit den arabischen Regierungen wieder zu beleben. Er war zu Gespächen in Tunesien. Er telefonierte mit Vertretern von anderen Staaten. Er will erreichen, dass die Länder der Region tätig werden, um die illegale Immigration zu stoppen. Doch das aktuell dringste Problem sind die vielen Menschen, die täglich aus (oder über) Libyen fliehen und häufig auf der italienischen Insel Lampedusa landen. Für Gespräche über dieses schwierige Thema steht kein libyscher Partner zur Verfügung.

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