Berlin Mitte: Fukushima erreicht die Wilhelmstraße / Sushi Bars switch to non-Japanese food items / אוכל יפני – אבל רק לא מיפן

Discovery: wer schützt den Ozean? / Elkin in Ria Novosti, Moskau: Fisch nur noch als Dekoration? / Mail Online, London: das ist nicht mehr genießbar / Groupon-Werbung in Tokyo: Schleuderpreise... bloß unsere Produkte kaufen... / Luo Jie in China Daily: Vorsicht geboten! / IDF: israelischer Arzt leistet Hilfe in Japan



דניאל דגן - Ein Freund wollte mich gestern zum japanischen Restaurant in der Wilhelmstraße in Berlin Mitte einladen. Dieser Sushi Club, wie er sich modern nennt, serviert aber kein japanisches Essen mehr! Gleich am Eingang steht die Ankündigung überdeutlich. UNSER Fisch kommt NICHT aus Japan. Ich dachte mir: wo bleibt das Japan-Erlebnis im japanischen Restaurant, wenn nichts mehr aus Japan kommt? Wir haben auf Sushi verzichtet und gingen einige Schritte weiter zur Peking Ente. Da ist China immer noch chinesisch. Viele Produkte kommen aus dem Reich der Mitte, wie man uns versprach.



Mein nicht-erlebtes Sushi-Erlebnis zeigt, wie klein unsere Welt geworden ist. Eine Katastrophe in Japan hat direkte Auswirkungen auch hier in Berlin Mitte. In Deutschland übrigens produzieren die schlechten Nachrichten aus Fukushima mehr Schlagzeilen als sonstwo. Das wurde vom japanischen Botschafter kritisiert. Merkwürdig: selbst in japanischen Zeitungen habe ich nicht SO viele Hiobsbotschaften entdeckt wie hierzulande. Die Deutschen sind besonders empfindlich, was die Warnungen vor der Nutzung der Atomenergie angeht.

Davon ganz abgesehen steht aber fest: die Natur - unsere Lebensgrundlage - kann ein Land allein nicht schützen. Das ist eine Aufgabe, die nur in enger, internationaler Zusammenarbeit zu meistern ist. Es fehlen tragbare Konzepte. Es fehlt an der Bereitschaft, wichtige Kompetenzen von nationalen auf regionale oder gar weltumfassende Institutionen zu verlagern. Es fehlen Bestimmungen, die weltweit gelten. Es fehlen Kontrollmechanismen. Fukushima ist überall!

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