Libyen Intervention: Obama verstrickt sich in Widersprüche / Libya Strategy: Obama failed to convince the American People / התערבות בלוב: אובמה לא שיכנע

L'Express, Paris: Gaddafi angeblich am Ende / The Economist, London: wo führt der Einsatz hin? / Time, USA: ...und wenn Gaddafi bleibt? / Toles in Washington Post: Nato... USA... Koalition... Chaos... / Moscow Top News: harte Fragen aus Russland / Asharq Al Aswat : Kind in Benghazi; zeigt dieser Schülerlotse den Weg zur Freiheit?



דניאל דגן - US Präsident Barack Obama hat gestern verzweifelt versucht, die US Bürger von der Richtigkeit der westlichen Intervention in Libyen zu überzeugen. Das ist ihm aber nicht gelungen. Mit Recht nicht. Es gibt einfach viel zu viele Widersprüche. Es gibt keine gute Erklärung für diesen Einsatz, dessen Ausgang völlig ungewiss ist.

Meine eigene Kritik an dieser Intervention habe ich an dieser Stelle mehrfach formuliert. Und zwar als einer, der aus der arabischen Welt kommt. Das Hauptargument lautet: der Westen kann nicht eine arabische Revolution organisieren. Beim besten Willen nicht. Die notwendigen Veränderungen in Arabien müssen von Arabern gestaltet werden.



Wenn die arabischen Länder (vertreten durch die arabische Liga) für die Intervention sind (wie Obama wiederholt behauptet) - dann mögen sie selbst intervenieren. Schon das führende arabische Nachbarland Ägypten verfügt über eine große, hochmoderne Luftwaffe, die in Libyen mit der gewünschten Wirkung eingesetzt werden könnte. Der Generalsekretär der arabischen Liga Amr Moussa diente lange Zeit als ägyptischer Aussenminister unter Hosni Mubarak. Er muss es doch wissen.

Heute habe ich bei verschiedenen Medien in mehreren Ländern auch andere, gute Kritikpunkte gelesen. Die wichtigsten fasse ich hier zusammen:

- Selbst der US Verteidigunsminister sagte, dass kein vitales amerikanisches Interesse in Libyen tangiert ist. Dafür beginnt man keinen Krieg, der ohnehin nur halbherzig geführt wird und keine klaren Ziele hat.

- Das UN Mandat lautete: No-Fly Zone und Rettung von Zivilisten. Die Koalition kämpft aber eindeutig auf der Seite der Rebellen. Hinzu kommt, dass durch die Bombardements (und das war vorauszusehen) auch viele Zivilisten umkommen.

- Die Partner, die ihre Streitkräfte in Libyen einsetzen, wollen angeblich keinen Machtwechsel durch militärische Mittel erzwingen. Das dürfen sie auch laut UN-Mandat nicht. Doch sie rufen immer wieder zum Abgang von Muammar Gaddafi auf.

- Die Koalition unterstützt Rebellen, die bis vor kurzem hohe Positionen im Regime von Gaddafi bekleidet haben. Über die demokratische Gesinnung von diesen Personen - und von anderen Rebellen - weiß die Koalition herzlich wenig.

- Nicolas Sarkozy, Barack Obama und David Cameron wollten Massaker verhindern. Dieses Argument ist im Orient nicht unbedingt glaubwürdig. Warum interveniert man nicht in Bahrain? In Syrien? Im Jemen? In anderen arabischen Staaten, in denen Regimegegner und Rebellen täglich gefoltert und ermordet werden?

Attention US President Barack Obama:

No-Fly Zone over Libya? THE ARABS are the ones who should take action

Have the Arab states put their military assets where their mouth is

Lesen Sie bitte hier noch mehr zum Thema:

Libyen Einsatz: die Parteien lavieren… Nato zerstritten…

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