Bürgerkrieg in Libyen: Intervention würde die Lage nur noch schlimmer machen / World mulls Libya policy: NO to intervention; YES to revolution / לוב: הקשיבו ליהודי ערב

Il Sole 24 Ora, Italien: Chaos im Nachbarland Libyen / El Mundo, Madrid: Intervention abwägen / Dave Brown in The Independent, London: No Fly Zone als Luftblase / Dar Al Hayat: Nato Flugzeuge brauchen Sprit / Kap in La Vanguardia, Barcelona: ...das Gaddafi nun in Blut seiner Landsleute verwandelt



דניאל דגן - In Libyen tobt seit Wochen der Krieg. Das ist der schlimmste Krieg, den es gibt: Bürgerkrieg. Libyer töten Libyer. Wie soll man als Außenseiter dazu stehen? Wie soll die Weltgemeinschaft reagieren? Soll der Westen intervenieren? Soll Präsident Barack Obama die Marines schicken, um etwa Tripoli einzunehmen? Soll man zumindest den Palast des Despoten Muammar Gaddafi durch Luftangriffe zerstören?



Meine libyschen Freunde in Israel sagen: auf keinen Fall intervenieren. Eine Einmischung von Außen würde die Lage nur verschlimmern. Die Anti-Gaddafi Kämpfer werden ganz schnell als Verräter abgestempelt, wenn sie westliche Hilfe annehmen. Dann würden sie erst recht keine Chance mehr haben. Im Übrigen blickt der Westen gar nicht durch. Die libyschen Verhältnisse sind für CIA und ähnliche Dienste einfach zu fremd und kompliziert. Sie sind mit der westlichen Denkweise gar nicht nachvollziehbar.

Diese Anregung meiner libyschen Freunde gebe ich hiermit weiter. Einige Berater von Obama lesen bereits meine Website. Sie werden dem Präsidenten sagen: höre bitte auf diese jüdischen Freunde, die vor vielen Jahren aus Libyen geflüchtet sind. Sie kennen die Verhältnisse in ihrer alten Heimat sehr gut. Sie bleiben ständig in Kontakt mit Bekannten in Libyen. Gleichzeitig haben sie die notwendige Distanz und sind mit westlichem Denken gut vertraut.

Kurzum: nicht intervenieren. Die arabische Revolution muss es aus eigener Kraft schaffen, den Prozess der Umgestaltung zu organisieren. Sie wird sich dabei auf muslimische Werte stützen, die sicherlich eine neue, moderne Auslegung brauchen. Wir von Außen können die anstehenden Veränderungen nicht bewirken. Wir können und sollen für die Araber nicht einspringen. Wir können lediglich humanitäre Hilfe leisten. Das sollten wir auch unbedingt tun.

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Happening now at the souq of Netanya, Israel: Libya’s parliament is debating change

Kamele & arabische Revolution: auch diese Karawane braucht ihre Zeit

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