Medvedev in Jordanien: Russland verlangt Mitsprache / Russian President visits Jordan as Tunisia unrest sweeps much of the Arab World / מדבדב בירדן: גם לרוסיה יש מה לומר

Ria Novosti, Itar Tass: Russland will mehr Mitsprache / Al Liwa, BBC: Unruhen auch in Jordanien; Regierung beschließt Subventionen / Al Hahli, Amman: Alarmglocke Gewalt / Nasser Al-Jaafari in Al Arab Al Yown: Blick auf das Libanon-Puzzle



דניאל דגן - In den letzten Tagen kam es zu Demonstrationen in mehreren Arabischen Ländern. Auch in  Jordanien, wo sich der russische Präsident Dmitry Medvedev aufhält. Das ist der Tunesien-Effekt. Menschen gingen auf die Straße, um gegen hohe Preise für Lebensmittel zu protestieren. Es gab Gewalt und Verletzte. Die Opposition spürt Rückenwind und versucht, gegen den autoritären Stil von König Abdullah Stimmung zu machen. Ähnlich wie in Tunesien verlangt sie mehr Freiheit und mehr Chancen für junge Leute.



Die Regierung hat schnell reagiert, indem sie massive Subventionen für Lebensmittel zur Verfügung stellte. Darüberhinaus wurde versprochen, regionale Wahlen abzuhalten und gegen Korruption vorzugehen. Verständlicherweise ist die Regierung nervös. Doch bisher konnte sie die Proteste weitgehend eindämmen. Dabei wird sie von aussen massiv unterstützt. Der Westen sieht in Abdullah einen Garant gegen Islamismus und will verhindern, dass auch er hinweggefegt wird.

Ähnliches Interesse hat auch Russland. Präsident Medvedev macht mit seinem Besuch in Amman deutlich, dass Moskau die Stabilität in Jordanien aufrecht erhalten will. Denn die Alternative wäre gefährlich. Russland kämpft ja selbst gegen Extremisten, die sich auf den Islam berufen und die Autorität der Zentralregierung in Moskau nicht hinnehmen wollen.

Mit seinem Besuch unterstreicht Medvedev auch, dass Moskau mehr Mitsprache in der Region verlangt. In einigen wichtigen regionalen Fragen distanziert sich Moskau von der amerikanischen Politik - zum Beispiel in der Haltung zum Iran und in der Libanon-Krise. Im arabisch-israelischen Konflikt erwartet Medvedev, dass das sogenannte Nahost Quartet wiederbelebt wird. Eine dominante Rolle für die USA will Russland nirgendwo akzeptieren. Schon gar nicht im arabischen Orient. In dieser Nachbarregion hat Moskau vitale Interessen. Genauso wie der Westen auch.

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