Siegerehrung in Oslo; Albtraum Kolonialzeit in Peking / Nobel Anger in China as Liu Xiaobo awarded peace prize / פרס נובל לשלום… בין אוסלו ל-בייג’ינג

Pressestimmen in Oslo / Dagbladet: leerer Stuhl bei Zeremonie / Aftenposten: erste Seite Kina (China) / Inge Grødum zeichnet, was ansonsten wichtig ist: Weihnachtsmann & Bescherung / China Daily: Nobelpreis Ignoranz... Cancún Konferenz wichtiger! / China wächst weiter und will Umwelt schützen! / ...wofür dieser Wettbewerb angekündigt wird / Beijing Daily: manche Websites sind gefährlich; Jugendschutz ist angemessen



דניאל דגן - In Oslo wurde ein chinesischer Dissident bejubelt und gefeiert. Der Westen demonstrierte damit, dass er sich ein anderes China wünscht. In Peking wurde die Verleihung des Friedensnobelpreis an Liu Xiaobo weitgehend ignoriert. Für die Aussenwelt wurde lediglich berichtet, dass China sich um andere, wichtigere Sachen kümmert. Modernisierung. Wachstum. Umweltschutz... hier sehen Sie die völlig unterschiedliche Herangehensweise der Medien. Sie machen anschaulich, dass die Medallie auf dem leeren Sitz in Oslo wirklich zwei Seiten hat.



Die Eine ist der wohlhabende Westen: Vom abgesicherten Norden, wo Stabilität und Wohlstand zum Alltag gehören, entscheiden westliche Politiker und Akademiker, wer dem Frieden in der Welt dient. Eine ehrenvolle, buchstäblich noble Aufgabe. Mit viel Geld und Pomp kann man moralische Urteile fällen und dafür viel Aufmerksamkeit und Resonanz bekommen.

Die andere ist der noch unterentwickelte Süden: China will dahin kommen, wo heute der Westen steht. Aus chinesischer Sicht geht es nur mit autoritären oder gar diktatorischen Massnahmen. Wachstum hat absolute Priorität. Demokratische Reformen werden irgendwann später kommen. Jeder, der auch nur ansatzweise die Stabilität des bestehenden Systems gefährdet wird brutal unterdrückt. Nur so kann China schnell und unbeirrt an die Spitze gelangen.

Hier prallen Wertesysteme aufeinander. Hier stellt sich die Frage, ob Demokratie im westlichen Sinne überall und in vollem Umfang anwendbar ist. Hier wird der Albtraum der Kolonialzeit wieder geweckt. Im Norden sind viele Menschen über Menschenrechtsverletzungen entsetzt... im Süden sind viele Menschen über die Arroganz empört, die von Ländern kommt, die den Süden Jahrhunderte ausbeuteten und immer noch die Ressourcen unseres Planeten überwiegend für sich in Anspruch nehmen.

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