Ein Interimsabkommen ist besser als gar kein Abkommen / Israeli-Palestinian Talks: stumbling block so-called „Right of Return“ / המפתח לפתרון: פיצויים הדדיים לפליטים

Moshik in Ma'ariv: Obama zieht Abbas und Netanyahu / Amos Biederman in Ha'aretz: Hillary Clinton schiebt die Kontrahenten; Mitchell schaut zu / JFFRA in Al Hayat: die Lage im Irak und US Engagement in der muslimischen Welt; diese Zeichnungen drücken tiefes arabisches Misstrauen aus



דניאל דגן - Der US Vermittler George Mitchell strahlt Optimismus aus: bei den Gesprächen zwischen Israelis und Palästinensern läuft alles prima. Man redet schon über die Kernprobleme. Man könnte eine Einigung erzielen. Notwendig sind Geduld und Durchsetzungsvermögen. Es wird schon gut gehen.



Als erfahrener Vermittler handelt Mitchell richtig. Zweckoptimismus kann hilfreich sein. Hauptsache am Ball bleiben. Doch Mitchell weiß genau: ein Ende des Konflikts kann der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas nicht akzeptieren. Aus seiner Sicht muss er auf die Forderung bestehen, das sogenannte Recht auf Rückkehr umzusetzen. Mit anderen Worten: Israel soll eine große Zahl von arabischen Flüchtlingen (nun schon in der dritten Generation!) integrieren und somit seinen jüdischen Charakter verlieren. Dabei werden mit keinem Wort die Rechte der jüdischen Flüchtlinge erwähnt, die aus arabischen Ländern geflohen sind und heute (mit ihren Nachkommen) knapp die Hälfte der israelischen Bevölkerung ausmachen.

Aus diesem Grund und aus anderen Gründen plädieren viele arabische und israelische Kommentatoren für ein Interimsabkommen. Dieses könnte eine friedliche Koexistenz garantieren, ohne dass ALLE Probleme gelöst werden. Die Grundlage für eine solche Einigung wurde schon längst verhandelt und festgelegt. Darunter auch ein territorialer Kompromiss, der Austausch von Gebieten beinhaltet (und die vielzitierte Frage der Siedlungen obsolet  macht). Ein Interimabkommen ist besser als gar kein Abkommen. Das wird auch Mitchell einsehen müssen.

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