Ritualmordlegende: schwedisches Außenministerium finanzierte die „Recherche“ des Journalisten von Aftonbladet mit / Stockholm Blood Libel: Swedish Foreign Ministry co-financed the scandalous „in-depth research“ against Israel

Aus dem Blog des ehrgeizigen Außenministers Carl Bildt: "Today is the time... to push for a major Middle East Action..." Doch kann er das Vertrauen der Israelis zurückgewinnen, nachdem er seine eigene mutige Botschafterin verurteilte?



דניאל דגן - Die Krise zwischen Stockholm und Jerusalem verschärfte sich erheblich, nachdem auch Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt eine Verurteilung der Vorwürfe ablehnte, dass Israel angeblich Araber gezielt tötet, um ihre Organe für Transplantationen zu benutzen.



Ma'ariv berichtete, Stockholm musste bestätigen: 2001 finanzierte das schwedische Außenministerium - zusammen mit Gewerkschaften und anderen Organisationen, die angeblich für Menschenrechte kämpfen -  die "Recherche" sowie ein Buch des Journalisten Donald Bostrom. Die Daten im Artikel von Aftonbladet sind lediglich eine Wiederverwendung der Ritualmordlegende, die schon im Buch erschien. Das Stockholmer Boulevardblatt platzierte übrigens den sensationellen Bericht in der Rubrik "KULTUR"

Der israelische Finanzminister Yuval Steinitz sagte in der Kabinettssitzung in Jerusalem: “Wer sich von einer solchen Ritualmordlegende nicht distanziert, der mag in Israel unerwünscht sein”. Der schwedische Außenminister und Ratspräsident der EU, Carl Bildt, will in wenigen Tagen nach Jerualem kommen.

In Israel wird der Eindruck verstärkt, dass Stockholm den zunehmenden Antisemitismus im skandinavischen Land toleriert. Bisher war nur die Botchafterin des Landes in Israel bereit, die Ritualmordlegende der schwedischen Zeitung Aftonbladet zu verurteilen. Dafür wurde sie aber von Außenminister Carl Bildt öffentlich brüskiert.

Schweden & die Pressefreiheit: darf man intervenieren oder nicht?

Besonders brisant: die Kontroverse schränkt den Handlungsspielraum der EU im Nahen Osten ein, da Schweden turnusgemäss die Präsidentschaft der europäischen Institutionen inne hat. Das passiert just in einer Zeit, in der eine Nahostinitiative von US Präsident Barack Obama erwartet wird. Unterdessen bestätigten Mitarbeiter von Angela Merkel, dass die Kanzlerin zur Beilegung der Verstimmung zwischen Jerusalem und dem EU Ratspräsidenten beitragen will. Gelegenheit dazu bietet der Besuch von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu in Berlin in der kommenden Woche.

Fehltritt: Außenminister Carl Bildt brüskiert die eigene mutige Botschafterin

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