Fauxpas in Stockholm, Empörung in Jerusalem: Schweden brüskiert die eigene mutige Botschafterin / Israeli-Swedish ties stained as Foreign Minister Carl Bildt is holding the rotating EU Presidency / עלילת הדם של הצהובון השוודי: שטוקהולם מתנערת מן השגרירה האמיצה בישראל

Außenminister Carl Bildt: in Jerusalem unerwünscht? / Jerusalem Post: auch Video Berichte über die Affäre / Königreich Schweden: Ritualmordlegende im Namen der 'Pressefreiheit' geduldet oder gar begünstigt (Foto: nationalflaggen.de)



דניאל דגן - Die schwedische Regierung hat ihre Verurteilung eines Artikels zurückgenommen, in dem behauptet wurde, dass Araber von Israel gezielt getötet werden, um ihre Organe für Transplantationen zu benutzen. Zuvor hatte die Botschafterin Schwedens in Israel die Story von Aftonbladet als schockierend bezeichnet und sich offiziell von ihr distanziert.



Die aktuelle Krise in den Beziehungen zwischen Stockholm und Jerusalem kommt in einer ungünstigen Zeit. Vor kurzem hat Schweden die EU Präsidentschaft übernommen. In dieser Rolle will das skandinavische Land neue Impulse für die Bemühungen um einen Ausgleich zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn geben. Dafür müsste aber Stockholm das Vertrauen der Israelis zurückgewinnen – was momentan sehr schwierig oder gar unmöglich ist.

EU Präsidentschaft

Die Haltung der mutigen Botschafterin in Israel missfällt dem Außenministerium in Stockholm, das Frau Elisabet Borsiin Bonnier brüskierte und von einer lediglich "lokalen Initiative" sprach. Die Verurteilung des Artikels von Aftonbladet wurde auf Anordnung Stockholms aus der Website der Botschaft entfernt, was in Jerusalem für Empörung sorgt.

Israels Außenminister Avigdor Lieberman und Verteidigunsminister Ehud Barak protestierten in Stockholm und erwägen, den bevorstehenden Besuch von Schwedens Außenminister Carl Bildt in Jerusalem abzusagen. Immer lauter wird in Israel die Frage gestellt, warum der Hass auf Juden in Skandinavien besonders ausgeprägt zu sein scheint.

Kultur der Hetze & Hass bei Aftonbladet: der Artikel erschien ausgerechnet in der Rubrik "Kultur" / Yediot: Bericht über Erklärung der Botschaft / Diplomatischer Fehltritt um die kühne Botschafterin Elisabet Borsiin Bonnier, die mutig gegen Hass & Gleichgültigkeit in Stocklholm kämpft: Außenminister Bildt hat sie öffentlich und rücksichtslos zurückgepfiffen (Photo: Pawel Flato, Courtesy Swedish Embassy)

"Swedish Anti-Semites Dig Up a Bood Libel": Empörung in jüdischen Medien weltweit

Blood Libel against Jews

Hetze & Boykott gegen Juden auch in Norwegen

In der Erklärung der schwedischen Botschaft in Israel, die hemmungslos von Außenminister Carl Bildt zurückgenommen wurde, hieß es: "The article in the Swedish newspaper Aftonbladet is as shocking and appalling to us Swedes, as it is to Israeli citizens. We share the dismay expressed by Israeli government representatives, media and the Israeli public. This Embassy cannot but clearly distance itself from it"..

Israelischen Medienberichten zur Folge erschienen in letzter Zeit immer mehr Beiträge in Europa, die unterschwellig oder auch direkt einen antisemitischen Charakter hätten. Besonders markant ist dieses Phänomen in skandinavischen Ländern.

Kritiker Israels sagen dagegen, dass der Antisemitismus Vorwurf lediglich eine Schutzbehauptung wäre. Die Redakteure von Aftonbladet wiesen die Beschuldigung zurück, dass sie von Judenhass geleitet wurden. Allerdings räumten sie ein, dass der Artikel nicht sauber recherchiert wurde, und dass er den Kriterien von seriösem Journalismus kaum entspricht.

Eine Entschuldigung der schwedischen Zeitung blieb bisher aus. Im Gegenteil: in einem Leitartikel bekräftigte der Chefredakteur vom Boulevarblatt Aftonbladet den Bericht, der eindeutig nach dem klassischen Muster einer traditionellen Ritualmordlegende verfasst wurde.

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