Syrien, Fatah: vorerst keine Verhandlungen / Querido Señor Solana, hacen falta dos para bailar un Tango / It takes two for a Tango…

Javier Solana, Tango Tänzer (Fotos: courtesy EU, catalunyatango.com, buenosaires54.com)



דניאל דגן - Herbe Enttäuschung für US Präsident Barack Obama, der darauf setzte, in relativ kurzer Zeit den arabisch-israelischen Konflikt beizulegen: weder Syrien noch die palästinensische Autorität sind zur Zeit bereit, Verhandlungen mit Israel aufzunehmen.



Der syrische Präsident Baschar Asad bekräftigte diese ablehnende Haltung vor wenigen Tagen im Gespräch mit US-Gesandten George Mitchell.

Der Parteitag der Fatah-Bewegung - die gemässigste Gruppe unter den Palästinensern  - beschloss offiziell, keine Gespräche mit Israel zu führen. Damit wurde das Angebot von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ausgeschlagen, unverzüglich mit Syrien und mit der palästinensischen Autorität zu verhandeln - und zwar direkt und ohne Vorbedingungen.

Was steckt hinter der Haltung Syriens bzw. der Fatah? Wohl die Erwartung, dass sich Jerusalem noch vor Beginn von Gesprächen über einen Ausgleich dazu verpflichten würde, erhebliche Zugeständnisse zu machen.

Diese Erwartung wurde vor allem durch Äusserungen von Präsident Obama und seinen Beratern geweckt. Das Weiße Haus hat in letzter Zeit wiederholt und öffentlich Forderungen an Israel gestellt, die sicherlich wohlgemeint waren.

Ähnliche Signale an Jerusalem wurden auch von Europa gesendet. Vor allem der EU Beauftragte für Außenpolitik Javier Solana verlange immer wieder Zugeständnisse Israels, ohne allerdings eine arabische Gegenleistung auch nur zu erwähnen. Diese Forderung bekräftigten auch Kanzlerin Angela Merkel und Kanzlerkandidat Frank Steinmeier, wenngleich in abgeschwächter Form.

Nun sehen die Berater von Obama zunehmend ein, dass der Schuss wohl nach hinten losging. Der Umgang der USA und der EU mit Israel wurde von Syrien und den Palästinensern dahingehend interpretiert, dass sie selbst angeblich nichts machen müssten. Die Folge ist eben eine Verhärtung ihrer Positionen.

Ein Ausgleich im Nahen Osten ist notwendig und möglich. Doch dazu muss die Bereitschaft vorhanden sein, sich an einen Tisch zu setzen und ohne Vorbedingungen miteinander zu reden. Beide Seiten müssten sich dazu bekennen und unverzüglich direkte Gepräche auf höchster Ebene führen.

Frieden kann man nicht mit sich selbst machen, sondern nur im Dialog mit der Gegenseite. Herr Solana kennt bestimmt den hispanischen Spruch, der diese Gegebenheit zum Ausdruck bringt (Überschrift oben  in Spanisch).

Oder auch die anglosächsische, kurze und prägnante Variante:

It takes two for a Tango

_________________________________

Please also follow us on Facebook , Twitter & Yahoo!

Währungsunion vehindert Abwertung… ist der Euro an allem schuld? / Greece on the verge of reintroducing the Drachma? Self Help is the Best Help! / יוון לומדת מפרקי אבות: אם אין אני לי מי לי

IMF Rettung für den Euro? Europa allein schafft es wohl nicht / L’Europe a tranché… l’Europe se tourne vers le FMI… la pilule qui s’annonce est amère… / חבל הצלה בינלאומי ל-אירו

Weltgipfel bei Facebook: auch Bin Laden ist dabei! / Welcome to Facebook’s World Summit / פיסגה עולמית – בפייסבוק

Die Schweiz & Liechtenstein rüsten gegen Deutschland auf; kommt es zum Sturm auf den Reichstag? / Germany, France face war threats over crackdown on secret accounts / ווילהלם טל מודרני: שווייץ נערכת למלחמה – כדי להגן על מעלימי מס

Afghanistan Strategie „Geld für Gesinnung“: friedfertige Haltung gegen bar? / Cash for renouncing Jihad? yet another Western Illusion… / יותר כסף פחות ג’יהאד? גם באפגניסטן זה לא יעבוד

Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Anmelden