Afghanistan, Kaukasus: Frontlinien einer großen Konfrontation, die noch lange nicht entschärft wurde / Across Asia and beyond: fighting in the name of God

ISAF Karte mit deutschem Einsatzgebiet Kundus / Focus: ...wo Soldaten aus dem Hinterhalt angegriffen wurden / TAZ: wieder solche Szenen erwartet / Taliban Magazine: Lob für den heiligen Krieg / ...bei dem Helfer des christlichen Westens so behandelt werden / Steve Bell in Guardian: in Afghanistan nun mehr britische Verluste als im Falkland (Malvinas) Krieg / Bild: Bombenbau durch Taliban / Surghar, Kabul: dieser von NATO ausgebildete afghanische Soldat ist gegen die Talibans machtlos / Outlook: Präsident Hamid Karzai sieht Manipulation von Außen bei der Wahl / Larawbar: ...und wird mit vielen Protesten konfrontiert / BBC zeigt Kaukasus: aus diesem Gebiet kommt die Selbstmordattentäterin / Times: ...die angeblich für Allah agiert / Novosti: Präsident Dmitry Medvedev will Todesstrafe für Terroristen / ...ohnehin ist Russland entschlossen, Anti-Terror Gesetze zu verschärfen



דניאל דגן - Das Osterfest wird als ein freudiges Fest verstanden. Barmherzigkeit ist angesagt. Vor allem aber Frieden. Die ehrliche Sehnsucht nach ihm wird in vielen Kundgebungen und Friedensmärschen zum Ausdruck gebracht.



Doch gerade zum Osterfest mussten drei junge Männer in Afghanistan sterben. Obwohl sie in einer internationalen Streitmacht dienen, die sich als Hilfstruppe des afghanischen Volkes versteht. Obwohl diese Streitmacht immer wieder Entwicklungsprojekte fördert und schützt, die der afghanischen Bevölkerung zugute kommen.

Es gibt viele, unterschiedliche Erklärungen für den Konflikt in und um Afghanistan. In diesen äusserst komplizierten Auseinandersetzungen mischen viele Elemente mit. Doch letztlich spielt der religiöse Glaube eine Schlüsselrolle. Dieser traurigen Wahrheit dürfen wir uns nicht entziehen - gerade nicht am Osterfest. Sonst laufen wir Gefahr, falsche Konsequenzen zu ziehen und die Konflikte noch erheblich zu verschärfen.

Die deutschen Soldaten mussten sterben, weil ihre friedlich gemeinte Botschaft nicht verstanden wird. Ihnen gegenüber standen Taliban Kämpfer, die von religiöser Überzeugung motiviert sind. Diese Kämpfer glauben, dass sie dem Allmächtigen einen guten Dienst erweisen, indem sie Ungläubige aus dem fernen, christlichen Abendland töten.

Die Tragödie, die sich wenige Tage zuvor in der Moskauer Metro ereignete, hat ganz andere Hintergründe als der blutige Krieg in Afghanistan. Sie ist Teil eines Kampfes von Völkern aus dem Kaukasus, die sich gegen die russische Zentralmacht erheben.

Doch es gibt auch eine Ähnlichkeit, die nicht übersehen werden darf. Die 17 jährige Selbstmordattentäterin, die viele Menschen mit in den Tod riss, war religös motiviert. Nach ihrem eigenen Verständnis handelte sie im Namen Gottes. Wie auch in Afghanistan wollte sie Ungläubige töten, die die (angeblich oder auch tatsächlich) überlegene, dominierende christliche Zivilisation verkörpern.

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In diesem Internet-Auftritt der internationalen Streitmacht sieht alles so friedlich aus...

ISAF: Internation Security Assistance Force

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