Zwei Wochen danach: Chile / ¡El terremoto deplazó a Concepción! / What’s happening in Chile NOW? Do you have a concept? Concepción / קונספסיון, צ’ילה: העיר פשוט זזה ממקומה

Chile Noticias: Erdbeben und Tsunami trafen Chile hart... / Clarín, Chile: die ganze Stadt Concepción hat sich nach Westen verschoben - mindestens drei Meter! /  die Armee interveniert, um Plünderungen zu verhindern / Condor, Santiago: Soldaten im Einsatz / Bilder der Zerstörung / Chile Noticias: Zahl der Toten steigt; noch amtierende Präsidentin Michelle Bachelet verlängert die Ausgangssperre in Concepción / Geld für die Opfer wird gesammelt / Condor: die wirtschaftlichen Auswirkungen... / El Mundo, Madrid: Kupfer für die Weltmärkte kann knapp werden; die Weinproduktion bricht ein / El Mundo: soziale Bresche in Chile wird nun erkennbar / ...auch wenn das Land noch so großartig ist! / neuer Präsident Sebastián Piñera wird noch diese Woche vereidigt; das ist das Erbe, das er übernimmt / Great Dreams: ...er wird hoffentlich nicht wie Don Quijote kämpfen müssen



דניאל דגן - Die Weltöffentlichkeit hat Chile schon fast vergessen... vor zwei Wochen bebte die Erde im fernen, südamerikanischen Land. Mit den schlimmen Folgen müssen die Menschen noch lange kämpfen.



In Europa und sonstwo nimmt man davon kaum noch Notiz. Chile ist ja sooo weit. Südamerika liegt ohnehin nicht an erster Stelle bei der Berichterstattung. Es gibt ja Wichtigeres als das Schicksal der vielen Millionen Menschen in Lateinamerika...

Was man kaum weiß: im fernen Chile werden knapp dreißig Prozent der Kupfervorkommen gewonnen, die die Welt jährlich verbraucht. Einige Minen stehen nun in Folge des Erdbebens still. Es könnte zu Engpässen kommen. Auch beim Weinanbau ist Chile eine beachtliche Größe. Das Land steht an zehnter Stelle in der Weinproduktion weltweit. Chilenische Weine gelten als besonders gut! Und: das Erdbeben war in Weinregionen besonders hart zu spüren.

Europa und die Welt werden also Chile wohl wieder entdecken. Womöglich über Schwierigkeiten bei der Versorgung mit manchen Gütern. Lateinamerika ist halt wichtig, sogar sehr wichtig. Dass die Politik und die Medien diesen Subkontinent weitgehend ignorieren war und bleibt erstaunlich. Doch bestimmt korrekturfähig, wie wir an dieser Stelle immer wieder beweisen!

Währendessen entdeckt sich auch Chile selbst vom Neuen. Es stellt plötzlich fest, dass sehr viele Menschen in großer Armut leben - trotz Wohlstand und Erfolg. In vielen Straßen und Plätzen gibt es tiefe Risse und Gräben. Und nun wird auch der gesellschaftliche Graben erkennbar, den man bisher nicht so richtig wahrnehmen wollte.

Lesen Sie bitte auch diese Beiträge:

Lateinamerika: nicht NUR Erdbeben & Katastrophen!

El Mundo (Spanisch / Español) : El terremoto deja al descubierto la profunda brecha social de Chile

Moderner Kolonialismus: Lateinamerika kennt nur die Malvinas...

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