Krise Türkei-USA: es geht nicht nur um Armenien… / Turkey-US ties: yet another setback to Obama / טורקיה, ארה“ב, הטבח בארמנים: משבר

Star online, Istanbul: die Abstimmung in Washington war knapp... / Beyaz Gazete: ...erste Reaktion von Ministerpräsident Erdoğan; er zeigt sich tief beleidigt / Hurriyet, Ankara, Wall Street Journal, New York: Aussenminister Ahmet Davutoğlu kritisiert die Entscheidung vehement / Times, London: um diese Waisenkinder geht es; armenische Überlebende des Massakers werden von Constantinople (heute Istanbul) nach Griechenland evakuiert / Wall Street Journal: Bilder der Zerstörung in den armenischen Gebieten / Photos courtesy of Overall Com: auch noch heute - Trauer in Jerivan / Protest von Armeniern in Washington / Blumen für die Ermordeten / Izmir: die Stadt am Mittelmeer bleibt exotisch und attraktiv; ihre Umgebung ist zauberhaft / Haber Londra: trotz Rezession - die Beziehungen zu Deutschland sind von zentraler Bedeutung



דניאל דגן - Ausgerechnet in der Türkei hat US Präsident Barack Obama zum ersten mal seine ehrliche Absicht bekundet, die Beziehungen zwischen dem christlich geprägten Westen und dem muslimisch geprägten Orient neu zu gestalten. Bei einer Rede im türkischen Parlament fand er viel Zustimmung für seine Politik der Verständigung und des Ausgleichs.



Doch ausgerechnet unter Präsident Obama geraten die USA und die Türkei in eine ernsthafte Krise. Der türkische Botschafter in Washington wurde nach Ankara zurückberufen. Eine weitere Verschlechterung der komplizierten, emotionsgeladenen Beziehungen scheint momentan eher wahrscheinlich.

Der unmittelbare Anlass ist die Entscheidigung des Ausschusses für Außenpolitik im amerikanischen Kongress, das 1915 verübte Massaker an den Armeniern als Völkermord zu bezeichnen. Das verletzt die Türken zutiefst und ist Grund genug für die harte Reaktion der Regierung, die in der Türkei auf eine breite Zustimmung stößt.

Doch die Krise hat auch noch andere, tiefere Gründe. Der türkische Ministerpräsident Recep Erdoğan ist seit langem dabei, die Orientierung seines Landes nachhaltig zu ändern. Er vertieft die Beziehungen zu Iran und Syrien. Er gibt den radikalen Islamisten im eigenen Land mehr Spielräume. Er verschlechtert bewusst das delikate Verhältnis zu Israel, um in Teheran und Damaskus zu punkten. Er bereitet dem Westen immer mehr Sorgen und Kopfzerbrechen.

Noch sind die Würfeln nicht gefallen. Noch kann man darauf einwirken, dass die Türkei ihre wichtige Rolle als moderate, moderne - wenn auch durch und durch islamische Regionalmacht - wirksam wahrnimmt. Zum Wohle der Türken selbst, die in ihrer großen Mehrheit nicht radikalisiert werden wollen. Und zum Wohle der Region, die immer wieder durch islamistische Extremisten zurückgeworfen wird.

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