Farce um FARC: Venezuela bestreitet Hilfe für ETA / Audiencia Nacional, España: ayuda al terrorismo! Venezuela: vínculos del colonialismo! / קולוניאליזם או סיוע למחתרת הבסקית? וונצואלה מכחישה האשמות ספרד

Columbia Reports, Bogotá: die Präsidenten Hugo Chávez und Alvaro Uribe im Dauerstreit / ABC, Madrid: laut Audiencia Nacional unterstützt Venezuela diese ETA Aktivisten... / ...was Zapatero in Hannover moniert / El Tiempo, Bogotá, zitiert Chávez: "kein Konflikt mit Kolumbien" & El Mundo, Madrid: Chávez sieht Kolonialismus... / El Catolicismo, Bogotá: ...was vielleicht an Abenteuer erinnert (hier welche von Missionaren der Kirche) / Clarín, Argentinien, El País, Spanien: Kolonialismus doch aktuell? US Außenministerin Hillary Clinton bietet Vermittlung im Malvinas Konflikt an



דניאל דגן - Der spanische Vorwurf gegen Venezuela ist schon dramatisch: Madrid beschuldigt Caracas, der Untergrundorganisation ETA indirekt zu helfen, indem das südamerikanische Land die Zusammenarbeit zwischen ETA und FARC begünstigt oder gar unterstützt.



FARC ist die bewaffnete Miliz, die in Kolumbien seit Jahren kämpft, um die Machthaber in Bogotá zu stürzen. Der Diktator von Venezuela, Hugo Chávez, unterstützt diese Miliz, die für viele Entführungen verantwortlich ist. Zudem beschuldigt Chávez das Nachbarland Kolumbien, eine US Invasion seines Landes vorzubereiten.

Ausgerechnet beim deutsch-spanischen Gipfel in Hannover machte Ministerpräsident José Luis Zapatero seinem Ärger über das Verhalten von Venezuela Luft. Beim gemeinsamen Auftritt mit Kanzlerin Angela Merkel kündigte er an, "Explikationen" von Caracas zu verlangen. Damit eskalierte der Streit um die ETA, die für die Unabhängigkeit des Baskenlandes kämpft.

Die Reaktion von Chávez ist typisch. Er spielt den Ahnungslosen. Es gibt überhaupt keinen Konflikt zwischen Kolumbien und Venezuela, sondern nur einige Schwierigkeiten... die spanischen Vorwürfe (die übrigens von einem speziellen, hohen Gericht erhoben werden - Audiencia Nacional - das sich mit Terrorismus befasst) sind nichts anderes als Reste des Kolonialismus... Caracas wird sich nicht von Madrid vorschreiben lassen, wie es sich zu verhalten hat...

Was lernen wir aus diesen andauernden Auseinandersetzungen?

Erstens: ganz abgesehen davon, wie wir zu Chávez stehen - er drückt ein weitverbreitetes Gefühl aus. Nämlich, dass die Spannungen zwischen Europa und den südamerikanischen Völkern noch lange nicht überwunden sind. Dass die Ratschläge aus Europa als Bevormundung oder gar Demütigung angesehen werden. Dass (egal, wie die Fakten sind) manche Handlungen der Europäer schlechte Erinnerungen hervorrufen.

Zweitens: Reste von Kolonialismus gibt es tatsächlich. Und darauf können sich immer wieder Diktatoren wie Chávez beziehen, um Stimmung gegen den Westen zu machen. Das aktuelle Beispiel ist der erneut aufflammende Konflikt um die Falkland Islands, die ganz Lateinamerika Malvinas nennt. Großbritannien streitet mit Argentinien um die Souveränität über diese Inselgruppe im Südatlantik. Die USA bietet nun Vermittlung an. Vor dreißig Jahren gab es schon einen Krieg um die Malvinas. Das kann sich wiederholen.

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