Wir schreiben das 19. Jahrhundert: orientalische Juden auf dem Weg nach Israel… / Terrorist target in Damanhur, Egypt: the Grave of Rabbi Abuhatzira / סיכול במצרים: תזכורת למסורת מפוארת של יהודי ערב

Al Masry Al Youm: die erste Zeitung, die über die Festnahme berichtete (hier andere Meldung) / Daily News Egypt: Meldung wird übernommen... / auch von der Zeitung Al Ahram (die hier allerdings Erfolg im Fussball feiert) / Ma'ariv, Israel, berichtet über die Festnahme... / ...und zeigt diesen ägyptischen Fachmann bei Reparaturarbeiten in einer Synagoge in Kairo / Tour Egypt: hier war Rabbiner Abuhatzira unterwegs / in Damanhur starb er / Yediot: gläubige Juden in der Grabstätte in Damanhur (Fotos: Moti Cohen, Pini Rosen); heute werden sie von den ägyptischen Behörden geschützt / so wanderte Abuhatzira auf dem Weg nach Israel / Netivot & Sderot: in diesen israelischen Städten leben überwiegend jüdische Flüchtlinge (und ihre Nachkommen) aus arabischen Ländern /  7 Jahre lang war Sderot Ziel von Raketen aus dem Gazastreifen; ihre Verteidiger werden auch heute getroffen - durch Goldsteinigung (Fotos: Google images)



דניאל דגן - Diese Meldung machte keine großen Schlagzeilen. Schon gar nicht in Europa. Doch sie verdient Beachtung. Sie kann uns helfen, mehr Wissen zu vermitteln und unser Geschichtsbild zu korrigieren. Nachdenken ist angesagt.



Ägyptische Extremisten haben geplant, das Grab des jüdischen Gelehrten Abuhatzira zu sprengen. Damit zielten diese Aktivisten der Muslimischen Bruderschaft - Bündnisgenossen von Hamas - auf das gemeinsame kulturelle Erbe von Arabern und Juden im Orient. Sie wollen nicht nur Israel von der Weltkarte tilgen. Sie wollen auch alle noch intakt befindlichen Spuren jüdischen Lebens in Arabien ausradieren.

Die ägyptischen Behörden konnten das Attentat verhindern. 25 Extremisten wurden festgenommen. Waffen, Sprengstoff und Munition wurden sichergestellt. Den gewaltsamen Islamisten soll der Prozess gemacht werden.

Rabbiner Yaakov Abuhatzira kam 1805 in Marokko zur Welt. Die Sehnsucht nach Israel hat ihn nicht losgelassen. Sechs Mal hat er versucht, den Weg dorthin zu machen. Er verließ seinen Wohnort und ging über Algerien, Tunesien, Libyen und Ägypten... Er war einer der vielen Pioniere, die zum Aufbau eines modernen jüdischen Staates beigetragen haben.

Doch Rabbiner Abuhatzira hat es nicht geschafft. In der ägyptischen Stadt Damanhur, 70 Kilometer östlich von Alexandria, ist er 1880 gestorben. Dort befindet sich seine Grabstätte, die jedes Jahr von Pilgern aus Israel und aus aller Welt besucht wird.

Die Nachkommen von Yaakov Abuhatzira konnten unter schwierigen Umständen fliehen. Viele von ihnen leben heute in der Stadt Netivot, die weitgehend von jüdischen Flüchtlingen aus arabischen Ländern bewohnt wird. Ihr religiöser und spiritueller Führer ist Rabbiner Israel Abuhatzira, genannt auch Baba Sali von Netivot.

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Juden im Orient: die vergessene Volksgruppe

Mehr Informationen finden Sie hier:

Sephardi Jews

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