Sturheit wirkt: die Khulan der Mongolei trotzen dem Aussterben! / In Mongolia, stubborn donkeys refuse to yield / חמורים עקשנים, אנשים מסורים

Young Germany: Davaa Lkhagvasuren in seinem Labor / Khulan / FieldTripEarth.org: Tiere in der Wildness: einige tragen Tracking Collars, damit sie von Wissenschaftlern beobachtet werden können / Szenen aus der Website Khulan.org: die Schönheit des Landes / Mongolei & ihre Nachbarn / ein Film, in dem die akute Bedrohung der Khulan dokumentiert wird



דניאל דגן - Die Kopenhagen Konferenz ist nun zu Ende. Unserer Erde wird wohl nur zögernd geholfen, weil wir einfach zu bequem sind. Auf die Annehmlichkeiten der Wegwerf-Gesellschaft wollen wir ja nicht verzichten! Und vor allem haben wir es nicht geschafft, den NÄCHSTEN Generationen in unseren politischen Institutionen ein Wahl- und Mitspracherecht zu geben.

Müssen wir uns nun mit NICHTSTUN abfinden? Nein, keineswegs. Es gibt Möglichkeiten, durch persönliches Engagement viel zu bewegen - und zwar in unterschiedlichen Bereichen. Ein Beispiel dafür ist der Schutz von Tieren, deren Existenz bedroht ist.

Die englischsprachige Website Young Germany hat auf ein Projekt aufmerksam gemacht, das beispielhaft ist. Davaa Lkhagvasuren, ein Student aus der Mongolei, versucht hier in Deutschland die Esel seines Landes vor dem Aussterben zu retten.



Der 29. jährige Doktorant Lkhagvasuren arbeitet am Senckenberg Museum für Naturkunde in der Stadt Görlitz. Dort sammelt und analysiert er Daten, die die Khulan der Mongolei retten könnten. So nennt man die asiatischen Esel, die zu 80 Prozent in der Mongolei leben.

Die Zahl der Khulan wird auf nur noch 20.000 geschätzt. Jedes Jahr werden etwa 3000 Tiere durch Menschen getötet. Zusätzlich wird ihr Lebensraum durch den Klimawandel bedroht. Weniger Wasser und Erwärmung der Erde bedeutet auch weniger Pflanzen und somit weniger Nahrung, die zudem durch immer mehr domestizierte Tiere weggefressen wird.

Das wissenschaftliche Projekt von Lkhagvasuren besteht darin, Schädel von getöteten Khulan zu untersuchen und zu analysieren. Damit hofft man, an wichtige Daten heranzukommen. Wie alt sind die einzelnen Esel? Welche genetischen Merkmale weisen sie auf? Was für eine Entwicklung machen sie durch? All das kann helfen, ein Model der Population zu entwickeln, dass für die Erhaltung der Tiere von großer Bedeutung sein wird. Dies ist wichtig, um verlässliche Daten zu haben und konkrete Vorschläge zur Rettung der vom Aussterben bedrohten Tiere zu formulieren.

Die Zusammenarbeit zwischen den deutschen und mongolischen Wissenschaftlern setzt viel Vertrauen voraus, das durch zahllose Gespräche und Begegnungen immer weiter vertieft wurde. Nicht zuletzt halfen auch die traditionell guten Beziehungen, die es zwischen der Mongolei und der ehemaligen DDR gab. Diese werden weiterhin gepflegt, nun auch noch zum Wohl der Khulan in den asiatischen Steppen.

Die sturen Esel von Asien konnten vielen bedrohlichen Situationen trotzen. Die guten Menschen, die sie retten wollen, scheinen von diesem typischen Charakterzug der Tiere stark beeinflusst zu sein.

Zum Thema Khulan lesen Sie bitte hier den Beitrag von David Dagan (Englisch)

Khulan - Mongolian Wild Ass

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