Jerusalem & Kaiser Wilhelm II: helfen Sie mit, die Geschichte zu dokumentieren! / Christmas is coming, the geese are getting fat… Please put a document in old history’s hat! / ירושלים מתעדת הסטוריה

Yediot: 1882 kamen viele jüdische Flüchtlinge aus Jemen nach Jerusalem und bewohnten zunächst Höhlen, die gelb markiert sind / immer mehr jüdische Flüchtlinge aus Arabien zogen nach; hier ein Bild von 1908 / Ma'ariv, 2009: verfolgte Juden im Jemen warten auf die Ausreise / Jewishmag.com: Kaiser Wilhelm II beim Einzug in Jerusalem; wir schreiben das Jahr 1898 / über 100 Jahre später: der Großenkel des Kaisers macht die Jerusalem Fahrt nach / Yediot: Postamt des Kaisers von Österreich mitten in Jerusalem; das Bild entstand 1880 / zwei Bilder vom Lager der deutschen Delegation des Kaisers / dieses Gebiet wurde vom osmanischen Reich an Kaiser Wilhelm II verschenkt / ifeel.co.il: darauf baute er eine Kirche & Hospiz, die nach seiner Frau Kaiserin Augusta Viktoria benannt wurde / Yediot: auf diesem Podest stand  Kaiser Wilhelm II 1898; das Bild zeigt den britischen General Allenby bei seinem Einzug in Jerusalem 1918 / damals sah die jüdische Synagogue Ha'churva in der Altstadt so aus / Ha'aretz: Jerusalem im Spiegel - optisch & historisch / Mitstreiter in der Gegenwart: Anba Abraham, Erzbischof der koptischen Kirche und der arabische Geschäftsmann Abed Hirbawi



דניאל דגן -  Es ist eher unwahrscheinlich, dass Sie persönlich dabei waren, als Kaiser Wilhelm II 1898 in Jerusalem eingezogen ist. Doch vielleicht haben Sie Familienangehörige oder Freunde, die das große Ereignis damals erlebten? Vielleicht haben Ihre Verwandten oder Bekannte Fotos und Schriften für die nachkommenden Generationen hinterlassen? Mag sein, dass diese wertvollen Dokumente irgendwo in einer Schublade schon seit Generationen rumliegen?

Solche stummen Zeitzeugen sind in Israel sehr gefragt! Und die Weihnachtszeit ist wohl eine gute Zeit, mal wieder daran zu erinnern. Viele Christen sind in diesen Tagen in Jerusalem. Wenn nicht persönlich dann wohl mit ihrer religiösen Überzeugung, mit ihren Gedanken und Gefühlen.



In mehreren geschichtlichen Phasen war Jerusalem mit Deutschland stark verbunden. Ganz markant und ungewöhnlich: der Besuch von Kaiser Wilhelm II in der heiligen Stadt. Dieser hat ja klare Spuren hinterlassen. Nun sucht man in Israel verstärkt Fotos und Dokumente. Und man verspricht zuverlässig, dass diese mit großer Sorgfalt restauriert und aufbewahrt werden. Für die Stadt Jerusalem, für Deutschland, für Israel - eingentlich für die ganze Menschheit.

Sie können sich bei Photo Prisma in Jerusalem melden. Dort sind engagierte, kompetente Experten dabei, Fotos und Dokumente zusammen zu tragen. Sie können sich auch hier bei mir melden. Diese spannende Story ist leider noch wenig bekannt. Sie werden womöglich helfen können, ein Stück deutsch-jüdische Geschichte in Erinnerung zu rufen. Darauf lässt sich auch Zukunft bauen!

Beachten Sie dabei auch die Verbindung zur arabischen Bevölkerung in Jerusalem - Christen und Muslime zugleich. Und denken Sie bitte auch an mögliche Begegnungen mit orientalischen Juden, die ja immer Jerusalem bewohnten und dort die Mehrheit ausmachten.

Noch lange vor Kaiser Wilhelm II - und auch bevor die große Welle der jüdischen Aliya (Einwanderung nach Israel) aus Europa einsetzte - kamen die orentalischen Juden wieder nach Jerusalem. Diese vergessenen jüdischen Flüchtlinge aus dem arabischen Raum verdienen endlich Aufmerksamkeit und Anerkennung. Auch und gerade in Deutschland und in Europa.

Zum guten Schluss: bekanntlich ist in Jerusalem jeder Stein heilig... jede Handlung hoch umstritten... Konflikte gibt es ja zuhauf. Brennend Aktuell: die koptische Kirche am Heiligen Grab beansprucht einen Kellerraum, der einem arabischen, muslimischen Geschäftsmann lange Zeit gehörte und womöglich noch gehört. Darüber wird heftig debattiert - mit Juristen, Historikern, Theologen, Archäologen...

Wie soll es ausgehen? Ministerpräsident Benjamin Netanyahu wird höchst persönlich Stellung beziehen müssen. Doch der Mann hat ja schon genug Probleme unter Juden... Netanyahu ist echt nicht zu beneiden, wenn er auch noch zwischen Christen und Muslimen schlichten muss...

Hoffentlich geht die Sache gut aus. Mit einem für beide Seiten tragbaren Ausgleich. Denn so - und nur so - kann das friedliche Zusammenleben in Jerusalem beibehalten werden.

Wäre schön, wenn Sie diese Bitte an Freunde & Bekannte weiterleiten würden. Danke!

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