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דניאל דגן - Ohne Carla Bruni und ohne Journalisten unternahm Nicolas Sarkozy eine Blitzreise nach Riad. Der ehrgeizige französische Präsident versucht nun, was den Amerikanern bisher nicht gelungen ist: den Nahost Friedensprozess wieder in Gang zu bringen.

Der Ansatz ist richtig. Nur mit den Saudis kann dauerhaft ein Frieden zwischen Israel und seinen Nachbarn zustande kommen. Denn der Friede muss umfassend sein und die ganze arabische Welt miteinbeziehen.

Die Saudis sind zurecht besorgt. Im eigenen Land führen sie einen brutalen, wenn auch im Westen kaum beachteten Krieg gegen schiitische Rebellen, die vom Iran massiv unterstützt werden. Mit zunehmender Sorge beobachtet das saudische Königreich, wie Teheran nach der Atombombe greift. Das allein wird das geistige Zentrum des Islams destabilisieren und möglicherweise zum blutigen Konflikt über die Herrschaft in der heiligen Stadt Mecca führen. Sarkozy empfängt den irakischen Präsidenten im Elysée Palast: in der ganzen Region engagiert / Al Baath, Syrien, zeigt Parlament & Regierung in Damaskus / ChamPress: Beraterin des Präsidenten, Dr. Bouthania Sha'ban, lobt Bashar Assad als Visionär / syrischer Handwerker: das Los der fleißigen Menschen verbessern

Notwendig ist daher ein Ausgleich mit Israel, die andere wichtige regionale Macht. Die Saudis müssen abwägen und Prioritäten setzen. Die Beseitigung des jüdischen Staates weiterhin forcieren? Oder durch Zusammenarbeit mit Israel profitieren und der Gefahr aus dem Iran wirksamer begegnen?

Bereits vor einigen Jahren haben die Saudis einen Friedensplan vorgelegt - ein bedeutsamer Schritt. Doch sie betrachten die Zustimmung zu allen Punkten in diesem Dokument als eine Vorbedingung für Gespräche. Das ist aus israelischer Sicht nicht akzeptabel.

Jerusalem schlägt Gespräche ohne Vorbedingungen vor, um auch über strittige Punkte zu diskutieren - allen voran über das sogenannte "Recht auf Rückkehr". Denn die Umsetzung dieser Forderung würde praktisch aus Israel einen weiteren arabischen Staat machen. Hinzu kommt noch, dass auch über die Entschädigung von jüdischen Flüchtlingen aus arabischen Ländern verhandelt werden muss.

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Ähnlich stellt sich die Situation auch mit Syrien dar. Damaskus will wohl einen Ausgleich mit Israel erzielen. Das verkündete der syrische Staatspräsident Bashar Assad feierlich bei seinem Besuch in Paris letzte Woche.

Doch Assad hat den Vorschlag von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu abegelehnt, direkte Gespräche ohne Vorbedingungen zu führen. Der syrische Präsident verlangt praktisch, dass die Ergebnisse der Verhandlungen schon jetzt feststehen - bevor diese überhaupt beginnen. Diese Haltung führt zu einer Sackgasse.

Wie kommt man aus der Sackgasse raus? zusammen mit Nicolas Sarkozy "tout devient possible" (sarkozy.fr.home)

Sarkozy ist engagiert und genießt Vertrauen sowohl in Israel als auch in der arabischen Welt. Kann Sarkozy es richten? Vielleicht mit einer Friedenskonferenz in der französischen Hauptstadt, wie einige Medien zuletzt vermuteten.

Eine Einladung nach Paris kann niemand ablehnen. Auch nicht die Rivalen, Konkurrenten oder gar Feinde im arabisch-israelischen Konflikt.

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