Islamistische Hetze: nun hat es die Traumstadt Sydney getroffen

Sydney Morning Herald: hier geschah das Verbrechen / Kerry Leishman in The Age: was machen wir falsch / The Australian: hier wurde etwas versäumt / Shlomo Cohen in Israel Ha'yom: das Känguru wird von innen angegriffen



Auch zwei Tage nach der Geiselnahme in einem Cafe in Sydney ist Australien immer noch unter Schock. Warum geschah dieser Anschlag ausgerechnet auf dem ferngelegenen, fünften Kontinent, der sonst als eine ruhige und friedliche Region gilt? Wie kommt es, dass ein ehemaliger Flüchtling die Großzügigkeit seines Gastlandes ausnutzen konnte, um Menschen wahllos zu töten? Haben die eigenen Institutionen versagt, indem sie die Gefahr unterschätzten, die von einem muslimischen Fanatiker ausging? Hat der Staat versagt? Oder muss man in einer offenen Gesellschaft einfach hinnehmen, dass religiöse Extremisten ein freies "Spielfeld" haben?



In australischen Medien werden diese und andere Fragen bereits heftig diskutiert. Wie jedes offene, demokratische und transparente Gemeinwesen versucht Australien, die eigenen Fehler zu erkennen und diese selbstkritisch zu analysieren. Manche Verfahren bei Asylanträgen werden sicherlich als Konsequenz aus dem jüngsten Anschlag angepasst. Die Justiz wird sich mit dem Thema beschäftigen, wie man einen Gewalttäter besser als bisher von vorneherein einschränken oder stoppen kann. Sicherheitsbestimmungen werden eingehend überprüft. Sogenannte weiche Ziele (Soft Targets) wie Restaurants, Einkaufszentren oder Bahnhöfe werden technisch und personnell besser ausgestattet, um bei eventuellen Angriffen schnell und wirksam zu reagieren.

Doch Handlungsbedarf besteht vor allem in der Erarbeitung einer passenden Antwort auf die Hetze, die so viele Menschen zur Gewaltanwendung im Namen des muslimischen Glaubens treibt. Diese Hetze findet leider in vielen Gotteshäusern weltweit statt. Sie ist ständig präsent in TV-Sendungen, auf Hörfunkkanälen und in sozialen Netzen. Bisher wurden diese Aufrufe zur Gewalt weitgehend geduldet oder gar ignoriert. Die Justiz in westlichen Ländern hat meist gezögert, gegen Hassprediger in Moscheen vorzugehen. Politiker haben sich in Dialoge mit moderaten Kräften (oder solche, die sich nach aussenhin so geben) geflüchtet, ohne das Kernproblem richtig anzupacken.

Der Terror von vielen Islamisten kommt heute nicht unbedingt aus einer bestimmten Zentrale. Doch er wird durch tägliche, intensive Hetze sehr wirksam ferngesteuert. Die schlimmen Hetzparolen des katarischen Senders Al Jazeera erreichen pausenlos viele Millionen Muslime und ermuntern sie, gegen sogenannte Ungläubige auch gewaltsam vorzugehen. Im Internet geben extremistische Organisationen präzise Anweisungen, wie Einzeltäter Aktionen vorbereiten und durchführen können. Die notorische Boykott-Bewegung BDS rekrutiert Militante in vielen Ländern, um Kaufhäuser gewaltsam zu stürmen und Hassparolen zu verbreiten. Die Duldung solcher Erscheinungen ist nicht hinnehmbar. An vielen Orten - nun auch in einem Cafe in Sydney - hat sie wieder Unschuldigen das Leben gekostet.

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