Think Tanks in der Kritik: die katarische Connection in Washington bloßgelegt

WN.com: so raffiniert kauft man Einfluss / Socio Economics: neuer Blick auf NGOs, Stiftungen & Think Tanks / New York Times: Denkfabriken werden von Staaten gelenkt / CNN: "Qatar Foundation" überall / The Santos Republic: Propagandainstrument Al Jazeera / Jewish Press: US-Emissär als Papas Junge von Katar



Die Vorstellung ist schön. Hochkompetente, unabhängige Experten und Wissenschaftler versammeln sich unter dem Dach einer Institution, die Forschungsarbeiten betreibt. Ziel ist eine qualifizierte, gründliche und möglichst genaue Analyse, die die Hauptakteuere in der Gesellschaft mit Daten und Handlungsmöglichkeiten konfrontiert. Es gibt natürlich auch konkrete Ratschläge zu höchst umstrittenen Themen. Es gibt Einfluss - direkt und indirekt - auf Entscheidungsträger. Es gibt sogar die Perspektive, die Politik der Weltmacht USA in eine ganz bestimmte, angeblich bessere Richtung zu steuern.



Soweit wäre alles prima. Wer sollte etwas dagegen haben? Die Politiker brauchen in der Tat ein Instrument in der Hand, das sie ausserhalb des eigenen Staatsapparats mit neuen Ideen versorgt und das ihre Optionen sachlich und kritisch prüft. Hierzu eignet sich die Einrichtung Think Tank - eine moderne Ideenschmiede, die fast in jeder Hauptstadt der Welt inzwischen ihren festen Platz hat. Das A und O bei diesem Organ ist natürlich das zuverlässige Wissen, das es tatsächlich unabhängig ist und frei von Einflüssen durch Interessenten wirken kann. Sonst verliert die modere Ideenfabrik ihre Glaubwürdigkeit. Sie wird lediglich zu einer Interessenvertretung, die natürlich als solche angemeldet und gekennzeichnet werden soll.

Bereits seit längerer Zeit wissen wir, dass viele NGOs (nichtstaatliche Organisationen) von manchen Regierungen praktisch übernommen wurden. Das gilt insbesondere für NGOs, die sich intensiv und vielfach sehr obsessiv mit dem arabisch-israelischen Konflikt beschäftigen. Diese NGOs veröffentlichen auf regelmässiger Basis viele Details und produzieren viele Berichte, in denen under der harmlosen Bezeichnung "Kritik" klare Dämonisierung des jüdischen Staates im Mittelpunkt steht. Inzwischen gibt es (zum Glück) auch eine eigene, nichtstaatliche Organisation, NGO Monitor - die die Aktivitäten der besagten NGOs kritisch beobachtet und ihre Unterstützer (vielfach sind es Staaten Europas) dazu auffordert, volle Transparenz über die Finanzierung zu schaffen.

Nun aber steht fest: auch mehrere, zum Teil angesehene Think Tanks wurden inzwischen von Staaten sozusagen entführt. Das geschah durch großzügige Spenden, die die angeblich "unabhängigen" Denkfabriken mehr oder weniger zu Interessenvertretungen von fernen Staaten machten. Ziel dabei war und bleibt, die amerikanische Politik in mehreren Bereichen in ganz bestimmte Richtungen zu lenken. Auffallend ist dabei die Rolle von einigen arabischen Staaten, allen voran das winzig kleine aber schwer reiche Emirat Katar. Dieses versucht sehr gezielt und systematisch, die Hauptverantwortlichen für die US-Politik im Nahen & Mittleren Osten in seinem Sinne zu beeinflussen.

Katar und sein Emir unterhalten seit mehreren Jahren den eigenen Sender Al Jazeera, der auf Arabisch 24 Stunden am Tag extremistische, isalmistische Botschaften ausstrahlt. Auch in den englischsprachigen Sendungen von Al Jazeera nimmt Hetze einen großen Raum ein, auch wenn sie unterschwellig und raffiniert vermittelt wird. Katar unterstützt und finanziert den Terror von Muslim Brotherhood und von seinem Gaza Ableger Hamas. Katar versucht vehement, den ägpytischen Präsidenten zu stürzen, Saudi Arabien zu destabilisieren und Israel zu delegitimieren. Katar ist kein unbeschriebenes Blatt. Wer von Katar Geld für "unabhängige Forschung" nimmt ist ein Interessenvertreter von Katar.

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