Auch Nussknacker Kerry muss einsehen: von außen her kann man den Frieden nicht erzwingen

Shlomo Cohen in Israel Ha'yom: Kerry als Nussknacker / ...der aber den Raketenterror nicht stoppt / Rony Gordon in Ma'ariv: Kerry übt dennoch Druck aus / ...damit Netanyahu nachgibt / Al Jazeera: in Gaza hackt man nicht gerade nach Frieden / Economist sowie Gil Gibli in Globes: von außen kann man den Frieden nicht erzwingen



Die heutige Galerie enthält einen Teil meiner Antwort auf mehrfache Aufforderungen, die Chancen der Gespräche zwichen Arabern und Israelis zu bewerten, die zur Zeit unter der Ägide des amerikanischen Außenministers John Kerry stattfinden. Gleich am Anfang sehen Sie, wie Kerry eine harte Nuss zu knacken versucht. Nach Lage der Dinge wird ihm das nicht gelingen. Er kann zwar weiterhin einen "Prozess" anstoßen und für einen gewissen Zeitraum irgendwie am Leben halten. Ein Frieden, ein echter Frieden, kann daraus aber leider nicht erwachsen. Das müsste inzwischen auch ein ehrgeiziger Kerry einsehen, dem nachgesagt wird, dass er vom Friedensnobelpreis zu träumen wagt.



Parallel zum sogenannten Friedensprozess nimmt die Gewaltanwendung wieder zu (2. Bild). Das ist typisch. Das war auch die Erfahrung in der Vergangenheit. Die arabisch-palästinensische Seite benutzt diese Taktik, um am Verhandlungstisch noch mehr Zugeständnisse von israelischer Seite herauszuholen. Denn Konzessionen, die bereits heute von Israel in Aussicht gestellt werden, sollen künftig der Ausgangspunkt für weitere, ergebnislose Runden sein. So hofft man, den Gegner zu schwächen und zu zermürben.

Diese Taktik funktioniert nicht schlecht. Der amerikanische Außenminister nimmt die neue Welle der Gewalt zum Anlass, den Druck auf Israel zu erhöhen (3. Bild). Das tun ohnehin mehrere europäische Länder, die Boykottaufrufe gegen den jüdischen Staat begünstigen oder gar direkt unterstützen. Israels Premier Benjamin Netanyahu soll wieder nachgeben (4.Bild). So schlimm ist es mit dem Terror nun auch wieder nicht.

Dabei gibt es auf arabischer Seite zwei Stoßrichtungen. Die palästinensische Autorität in der Westbank redet über Frieden und lässt vorsichtig dosierte (jedoch anwachsende) Gewaltanwendung zu. Die Hamas im Gazastreifen befürwortet den sogenannten "bewaffneten Kampf" und baut ihr unterirdisches System aus (5. Bild), um auch auf diesem Weg Ortschaften in Israel anzugreifen. Bei diesem Zustand bleibt selbst der mächtigste Mann der Welt machtlos. Zauberer Barack Obama kann nicht den Frieden erzwingen (6. Bild).

Die Situation ist deswegen so verfahren, weil es auf arabischer Seite keine Anreize für ein Abkommen gibt, das den Konflikt mit Israel ein für alle Mal beendet. Die Araber fühlen sich auf dem Siegeszug. Ihre unzutreffende Darstellung der historischen Ereignisse wird zunehmend auch im Westen akzeptiert. Die jüdische Nakba ist kein Thema in den westlichen Hauptstädten, während man sich mit "palästinensischen Flüchtlingen" in der dritten und vierten Generation obsessiv beschäftigt. Die Kampagne zur Dämonisierung und Delegitimierung des jüdischen Staates nimmt Fahrt auf. Die Araber können auf die komplette Beseitigung Israels hoffen. Sie sehen keinen Grund, Kompromisse einzugehen,

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