China zeigt Stärke, während sich westliche Politiker in Peking die Klinke in die Hand geben

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Zwei hochkarätige Besuche in China demonstrieren: Der Westen ist nicht bereit und wohl auch nicht in der Lage, im ostchinesischen Meer dem Reich der Mitte die Stirn zu bieten. Das war so vorauszusehen, auch bevor der britische Premier David Cameron und der US Vizepräsident Joe Biden diese Woche hintereinander Peking besuchten. Nun ist es eine ziemlich klare, halboffizielle Haltung - zumindest aus der Sicht der Chinesen. Für Japan und seine territorialen Ansprüche im besagten Seegebiet finden Amerikaner und andere Verbündete nicht viel mehr als tröstende Worte.



In der heutigen Galerie zeige ich Ihnen, warum sich die Chinesen so überlegen fühlen, und warum Japan und seine westlichen Freunde und Verbündete wenig oder gar nichts dagegen machen können. Die chinesische Überlegenheit fußt auf gleich drei Säulen:

Erstens - die geografische Lage; die Supermacht China ist nun mal ganz nahe dran. Sie wird nicht zulassen, dass ihre Ansprüche ernsthaft in Frage gestellt werden. Die ungeschriebene Regel lautet, dass direkt vor der Haustür die Supermacht auch die Ordnungsmacht spielt. So ist es ja auch auf dem amerikanischen Kontinent, wo die USA das Sagen hat.

Zweitens - das militärische Kräfteverhältnis. Keine regionale Macht kann China Paroli bieten. Die Supermacht USA, die Japan an sich schützen sollte, wird eine militärische Konfrontation mit China keineswegs riskieren - schon gar nicht in der Ferne. China baut übrigens seine Seemacht sehr gezielt aus, um eben auch in den Seegebieten in seiner Nähe Stärke zu demonstrieren.

Drittens - China hat es nicht eilig. Die Führung in Peking betrachtet die Durchsetzung ihrer Ziele im ostchinesischen Meer als ein langfristiges Projekt. Sie wird darauf beharren, doch eben nicht drängen. Die Chinesen sind zuversichtlich, dass sie die besseren Karten in ihren Händen haben. Recht haben sie.

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