François Hollande, Frankreich: Wenn ein Präsident den Himmel auf Erden verspricht…

Shlomo Cohen in Israel Ha'yom: 'like' für Frankreich am israelischen Himmel / Na in Le Post: von allen Seiten angegriffen / Ganan in Soyons Serieux: Arbeitslosenstatistik / Placide Actualités: Steuermaschine / Delucq in Huffington Post: Hollande droht auch noch den Ayatollahs mit Steuern



Zur Zeit besucht der französische Präsident François Hollande Israel. Für ihn ist dieser Aufenthalt in Jerusalem eine kleine, willkommene Ablenkung von den Problemen zuhause. Im jüdischen Staat wird Hollande herzlich begrüßt und von vielen Freunden umarmt. Das ist eine Belohnung dafür, dass sich Paris einem schlechten Abkommen der Großmächte mit dem Iran widersetzt und es bisher verhindern konnte. Die erste Zeichnung in der Galerie erweckt Hoffenung, dass Frankreich weiterhin dem Druck seiner Partner standhält und keine faulen Kompromisse in Genf zulässt.

 

  • Doch dadurch kann sich Hollande von der massiven Kritik im eigenen Land keineswegs retten. Frankreich erlebt schlimme soziale Unruhen. Die Lage ist explosiv. Die Popularität des angeschlagenen Präsidenten ist im Keller. Er ist mit viel zu vielen unrealistischen Versprechungen an die Macht gekommen. Jetzt schlägt die Stunde der Wahrheit. Hollande wird von allen Seiten attackiert, wie die zweite Zeichung zutreffend zeigt.
  • Noch versucht Hollande zu beschönigen. Noch behauptet er, dass es Zeichen für eine wirtschaftliche Erholung gibt. Noch vermittelt er den (leider nicht ganz realistischen) Eindruck, als ob die Arbeitslosenzahl zurückgeht. Doch das funktioniert nur, wenn man die Daten auf den Kopf stellt (dritte Zeichnung).
  • Gegenwärtig wird Hollande vor allem wegen einer sogenannten Ecotax (eine Art Umweltsteuer) angegriffen, die massive Proteste verursachte und inzwischen zurückgenommen wurde. Doch ohnehin gilt Hollande schon längst als der Steuer-Präsident. Jedes Problem im Land will er durch Verhängung von weiteren neuen Steuern lösen - und wird dabei außerordenlich erfinderisch (vierte Zeichnung).
  • Die fünfte und letzte Zeichnung zeigt, wie Hollande angeblich auch mit den Ayatollahs im Iran über Steuererhöhungen spricht. So direkt geschah es in der Realität nicht. Doch ganz klar ist, dass die Haltung von Paris im Konflikt um die iranischen Nuklearanlagen sehr wohl auch mit wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu tun hat. Wie alle Teilnehmer der Gespräche will auch Frankreich davon profitieren, wenn es um Verschärfung bzw. um Lockerung der Sanktionen gegen Tehran geht.

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