Zum 23. Tag der deutschen Einheit wird’s spannend: Schwarz-Grün ist im Kommen!

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Noch sagen es die Schlagzeilen nicht so deutlich. Doch ich sehe es in greifbarer Nähe. 23 Jahre nach der deutschen Einheit wird es immer wahrscheinlicher, dass die Republik ganz anders als bisher üblich und vorstellbar regiert wird. Eine Koalition zwischen der CDU und den Grünen ist nicht mehr auszuschließen.



Das klassische Thema bei den Feierlichkeiten der deutschen Einheit ist natürlich der immer noch existierende Gegensatz Ost-West. Typischerweise bezeichnet Neues Deutschland das dramatische Geschehen vor 23 Jahren als "Beitritt" und nicht "Einheit". Das ist verständlich und aus der Sicht von Millionen Menschen im Osten gerechtfertig. Der Westen hat ja damals den Osten praktisch übernommen (um das Wort annektiert zu vermeiden).  Diese bittere Erfahrung prägt die Haltung von wichtigen Teilen Deutschlands bis zum heutigen Tag.

Doch inzwischen ist viel Zeit vergangen. Und auch in diesem Fall gilt, dass die Zeit langsam aber ziemlich sicher heilt. Es gibt täglich Korrekturen. Es gibt neue Entwicklungen und neue Themen. Auch politisch hat sich einiges geändert. Bezeichnenderweise sind die zwei höchsten Ämter in der Bundesrepublik Deutschland von ehemaligen Ossis besetzt. Mit Joachim Gauck das Amt des Bundespräsidenten. Und mit Angela Merkel das Amt der Bundeskanzlerin.

Dazu habe ich meine eigene Theorie. Nach meiner Überzeugung können Östler eher zu solchen Spitzenämtern kommen, weil sie Deutschland besser als die Westler kennen. Die Persönlichkeiten aus dem Osten kennen nämlich die Verhältnisse in der ehemaligen DDR sehr gut. Seit dem Mauerfall und der Einheit haben sie sich intensiv bemüht, die Spielregeln in Westdeutschland zu studieren und sie auch erfolgreich anzuwenden. Sie sind in beiden Teilen Deutschlands völlig zuhause. Das verschafft ihnen einen enormen Vorteil. Die Westler kommen da nicht mit. Sie bleiben ahnungslos, was Ostdeutschland angeht.

Doch zurück zur möglichen Koalition - das spannende Thema der nächsten Tage und Wochen. Es bahnt sich eine neue Konstellation an. Die SPD muss ihre Frustration von dem Wahlergebnis allmählich überwinden und sich wieder als eine attraktive Volkspartei aufbauen, die eines Tages wieder den Bundeskanzler stellt. Das tut man am besten in der Opposition. Die Grünen dagegen haben jetzt eine einmalige Chance, zusammen mit der CDU neue Gestaltungsmöglichkeiten zu bekommen. Das ist eine Chance, die man nicht verpassen sollte. Eine Einigung ist möglich und nach Lage der Dinge wünschenswert.

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