Senator John McCain widerspricht Vladimir Putin (Obama hat Wichtigeres zu tun)

Rod Anderson in Christian Post: Duell McCain-Putin / Pravda: McCain schreibt / wer führt die Freie Welt eigentlich? / David Horsey in Los Angeles Times: Putin als Retter von Obama / Jeff Danziger in The National Memo: Obama & Putin können sich nicht riechen



Der US Sentaor John McCain ist in aller Munde. Vor fünf Jahren ist er beim Rennen um das White House gegen Barack Obama gescheitert. Nun aber zeigt Amtsinhaber Obama Zeichen der Schwäche, der Müdigkeit und der Ratlosigkeit. Vor allem aussenpolitisch ist er empfindlich angeschlagen. Der Republikaner McCain, der als integer und ehrlich gilt, schlüpft in die Rolle des Präsidenten und vertritt eigenhändig die Interressen seines Landes gegenüber dem russischen Präsidenten Vladimir Putin.



Heute tut das McCain sehr wirksam in einem Meinungsartikel in der Moskauer Tageszeitung Pravda - früher und heute wieder das offizielle Organ der kommunistischen Partei Russlands. Darin wirft McCain dem russischen Präsidenten nicht nur einen autoritären Stil vor. Er bezichtigt ihn der Korruption und der Repression. Er schreibt, dass Putin die Macht praktisch als Selbstbedienungsinstrument für sich selbst und seine engen Freunde missbraucht. Schließlich wirft McCain dem russischen Präsidenten vor, einer Allianz von Diktatoren vorzustehen, die ihre Völker unterdrücken und die Bestrebung nach Freiheit und Menschwürde ersticken - aktuelles Beispiel Syrien.

Der Beitrag von McCain ist die Antwort des ehrgeizigen Senators auf einen Meinungsartikel, den Putin letzte Woche in der New York Times veröffentlicht hat. Zuvor hat McCain in mehreren Interviews den Artikel des russischen Präsidenten als verlogen und unwürdig bezeichnet. Besonders hart geht McCain mit Putin ins Gericht, weil unter seiner Herrschaft Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung hart bestraft werden. Seinen russischen Lesern sagt McCain ungeschminkt: "ich bin keineswegs anti-russisch... ich bin bestimmt pro-russischer als das Regime, das Sie aktuell so schlecht regiert".

Wie immer man auch zu dem Beitrag des Senators stehen mag - er ist ein Schlag ins Gesicht des russischen Präsidenten, der in letzter Zeit sehr erfolgreich auf der internationalen Bühne gepunktet hat. Wie die Ereignisse um die Syrien-Krise deutlich machten, weiß Putin sehr gut, die Schwäche und die empfindlichen Stellen seiner Rivalen im Ausland auszunutzen. Etwa die Untentschlossenheit von Obama oder die Ratlosigkeit und Ängste der Europäer. Doch am schwierigsten ist es für Putin, den Gegnern und Widersachern im eigenen Land zu begegnen. McCain handelt klug indem er versucht, diesen oppositionellen Kräften Mut zu geben und zu vermitteln, dass der Westen ihre Anliegen nicht ganz vergessen hat.

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