Raketenabwehr & Stimmugsbarometer: heißer Sommer auch in Israel

Shlomo Cohen in Israel Ha'yom: Islamistenland Sinai droht / ...doch Gespräche gehen los / Gil Gibli in Globes: mehr China, weniger Europa / Ronny Gordon in Ma'ariv: Begegnung an dieser Theke / Amos Biederman in Ha'aretz: ...wird zum Blame Game / Or Reichert: Netanyahu lässt Terroristen frei / Elhanan BenUri in Srugim: hitzige Debatte hält an



Die letzte Meldung aus Israel lautet: Jihadisten haben versucht, die Stadt Eilat am roten Meer mit Raketen zu beschießen. Sie haben es von Sinai aus durchgeführt (ägyptisches Territorium), wo sie seit mehreren Monaten weitgehend die Macht ausüben. Das Abwehrsystem Iron Dome konnte die Raketen allerdings abfangen. Es gab weder Verletzte noch Sachschäden (erste Zeichnung in der Galerie).



Vor diesem Hintergrund sollen Gespräche zwischen Arabern und Israelis stattfinden, die der US-Außenminister John Kerry zu vermitteln versucht. Immerhin ist es ihm gelungen, eine erste Runde zustande zu bringen. Ob daraus eine Einigung wird scheint momentan unwahrscheinlich zu sein. Aber den Versuch ist es allemal Wert (2. Zeichnung).

Zwischendurch droht die EU mit Strafmassnahmen gegen den jüdischen Staat, die als Boykott verstanden und ausgelegt werden. Diesem Hindernis auf dem Weg zum Frieden will Israel unter anderem dadurch begegnen, dass es die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China erheblich verstärkt. Die Chinesen sind kein leichter Partner; doch eine Obsession mit Juden haben sie bestimmt nicht (3. Zeichnung).

US-Diplomat Martin Indyk bereitet schon die Theke vor, an der er den Kontrahenten amerikanische Rezepte zur Annährung servieren wird. Doch erstmal äussern der palästinensische Präsident Mahmud Abbas und der israelische Minister Präsident Benjamin Netanyahu eigene Wünsche. Es wird schnell zu einer Konfrontation kommen (4. und 5. Zeichnung). Dabei lässt Netanyahu arabische Terroristen frei, um die Gespräche zu begünstigen. Das wird in Israel massiv kritisiert (6. Zeichnung).

Heftig aufeinander losgehen - das tun die Israelis auch unter sich. In ihrer Gesellschaft dominiert bekanntlich eine sehr ausgeprägte Diskussionskultur. Jeder gegen jeden. Man streitet vehement über den richtigen Weg. Das geht dem Karikaturisten Elhanan BenUri etwas zu weit. In der 7. und letzten Zeichnung bittet er darum, die Flammen der hitzigen Debatte etwas zu reduzieren.

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