Bürgerkrieg in Ägypten? Zeichen der Anfänge im Sinai

Kianoush Ramezani: Rausschmiss / Al Ahram: Sorge um Ägypten / ...denn es wird bereits gezündelt! / Al Nilin: Chaos im Land; hier Verkehrsprobleme / schwarzer Humor zum "Ergebnis der NÄCHSTEN Wahl!" / Muslim Brotherhood bleibt hart, will nicht mit Militär verhandeln



Zur Zeit ist es noch ungewiss, ob die Krise in Ägypten zu einem Bürgerkrieg führen wird oder nicht. Allerdings stehen die Zeichen auf Sturm. Viele Anhänger der Muslim Brotherhood wollen das Scheitern ihres abgesetzten Präsidenten Mohamed Morsi nicht tatenlos hinnehmen. Sie sind gut organisiert und oft bewaffnet. Sie leisten bereits jetzt Widerstand. Nicht nur friedlich und passiv, wie die Führung ihrer Bewegung verkünden lässt. Auch mit Waffengewalt.



Das geschah in den letzten Stunden im Sinai. Auf der riesigen Halbinsel sind die Islamisten seit der ersten Revolution vor über zwei Jahren ohnehin auf dem Vormarsch. Die Armee hat die Kontrolle dort weitgehend verloren oder bewusst aufgegeben. Nun rächt sich diese unverantwortliche Haltung. Aktivisten der Muslim Brotherhood und andere Gruppen versuchen gezielt, das große Wüstengebiet zum Ausgangsort für die Bekämpfung der Zentralmacht in Cairo zu machen.

Ob es ihnen gelingt bleibt abzuwarten. Nach den letzten Erkentnissen verstärkt die Armee ihre Einheiten im Sinai. Die arabisch-arabische Grenze zum Gazastreifen wurden vorläufig geschlossen. Denn von dort aus könnten die Islamisten den Widerstand unbehelligt organisieren und koordinieren, falls sie die Armee im Kernland Ägyptens erfolgreich bekämpfen.

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