Stockholm brennt; die Realität holt Schweden ein

Aftonbladet: Stockholm brennt / Tundra Tabloids: ...was selbstgemachtes Problem darstellt / The Local: Schweden muss lernen, Vielfalt zu akzeptieren / Independent, Großbritannien: Staunen im Ausland / Aftenposten, Oslo: ganz Skandinavien schockiert



Für viele Menschen in aller Welt gilt Schweden als eine Oase der Ruhe und der Stabilität. Das Land steht für ein skandinavisches Modell, das Wohlstand und hohe Lebensqualität verspricht. Nach Aussen hin pflegte Stockholm dieses Image, indem seine Politiker gerne als Prediger in Sachen Menschenrechte und Toleranz aufgetreten sind. Oft waren ihre Äusserungen überheblich und mit einem Hauch von Anti-Amerikanismus gefärbt.



Doch es war eine trügerische Idylle, die der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde. Schweden hat zwar sehr viele Asylbewerber und Immigranten aufgenommen, um das Bild des Landes als Musterknabe des Westens aufzupolieren. Doch Stockholm hat es versäumt, auch noch den zweiten Schritt zu machen - nämlich eine gelungene Integration sicherzustellen. Heute leben sehr viele der Neuankömmlinge in Armut und haben kaum Chancen, den sozialen Aufstieg zu schaffen. Die Kluft zwischen arm und reich wächst, wobei die Ärmsten oft Ausländer muslimischen Glaubens sind.

Schweden hat sich übernommen. Es wurde von der Rhetorik seiner Politiker betäubt, die die heile Welt unter einer bunten Bevölkerung aus allen Herrenländern ausmalten. Das vorläufige Ergebnis: 15 Prozent der Bewohner des Landes sind nicht in Schweden geboren. Knapp fünf Prozent sind Muslime, die besondere Intergrationsprobleme haben und sich vielfach radikalisieren lassen. Die Jugendarbeitlosigkeit in manchen Vororten von Stockholm ist erschreckend hoch. Und sie konzentriert sich eindeutig unter Menschen nicht-schwedischer Herkunft.

Diese explosive Situation haben mehrere Regierungen nicht kommen sehen. Sie waren wohl zu sehr damit beschäftigt, Kritik an anderen Ländern zu üben, die unter weitaus schwierigeren Bedingungen mit einer echten multikulturellen Realität konfrontiert sind. Das schafft natürlich Probleme, die Aussenseiter leicht angreifen, belächeln und für Stigmatisierung missbrauchen können. Für manche schwedische Politiker und Intelektuelle war das ein gefundenes Fressen, um auch Hass und Hetze zu verbreiten.

Nun holt die Realität das Königreich Schweden ein. Es ist zu hoffen und zu wünschen, dass Stockholm damit vernünftig umgeht und einen Kurswechsel herbeiführt. Weg von der masslosen Belehrung, Bevormundung und Kampagne der Lügen. Hin zu einer praxisbezogenen Integrationspolitik. Das setzt unter anderem Voraus, dass das Land bedachte und vorsichtige Aufnahmeverfahren für Immigraten einführt. Erst wenn eine gelungene Integration erfolgt, kann Schweden wieder Ausländer in großer Zahl empfangen. Die brennenden Autos erinnern daran, dass dies noch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen wird.

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