Katastrophe in Textilfabrik, Bangladesh: Wie kann die Menscheit diese Blutflecken entfernen?

Huffington Post: Blut auf T-Shirts / Payam Borumad in Etemad, Iran: Freude am Einkauf / Tom Janssen in NRC, Holland: Made in Bangladesh / Mitu in New Age: ...mit dieser Wirkung / ...was Label verrät / Alfredo Martirena, Cuba: Trauer / Garrincha: Habgier / Sue Dewar in Ottawa Sun, Canada: Erlebnis Shopping / Tanmoy in Dhaka Tribune, Bangladesh: Wachstum! / ...bei Todesrate / Scott in The Dominion Post, Neuseeland: 100 % Ausbeutung / Stephff, Thailand: Freude? / ...eigentlich nicht / Anders Nilsen in New York Times: Nachdenken setzt ein



Wenn man von Europa in die USA reist, ist Shopping häufig ein zentrales Gesprächsthema. Das habe ich letzte Woche auf dem Weg nach New York erlebt. Neben den vielen Sehenswürdigkeiten tauschen die Passagiere Erfahrungen und Tipps zum günstigen Einkaufen in der amerikanischen Metropole aus. Kaum jemand kann sich dieser Vorfreude auf ein günstiges, reichhaltigs Angebot entziehen Das ist auch völlig verständlich und natürlich.



Doch allzu selten denken wir daran, wie dieses günstige Angebot an schönen Waren zustande kommt. Dabei geht es nicht nur um Einkaufen an einem bestimmten Ort wie New York, wo die Auswahl besonders attraktiv ist. Es geht um sehr viel mehr, es geht darum, was wir täglich kaufen und verbrauchen. Eine ganze Palette von Produkten - Lebensmittel, Bekleidung, Elektrogeräte werden günstig angeboten, weil sie von billigen Arbeitskräften hergestellt werden. Hinter diesen Arbeitskräften stehen aber Menschen, die sehr oft unter gefährlichen und unwürdigen Bedingungen beschäftigt sind.

An diesen Umstand erinnert eindringlich die jüngste Katastrophe in Bangladesh. Diese wird heute in vielen Medien weltweit kommentiert und analysiert. Immer mehr Einzelheiten kommen ans Tageslicht. Es wird in peinlichen Details überdeutlich, was wir ohnehin wussten: wir im Westen beuten die Menschen in der dritten Welt aus, um uns unseren unverantwortlichen, verschwenderischen Lebensstil leisten zu können. Wir im Westen drücken beide Augen zu, um mit dieser unangenehmen Wahrheit nicht täglich konfrontiert zu werden.

Bei der Zerstörung der Textilfabrik haben mehr als 500 Menschen ihr Leben verloren. Das Ausmass dieser Katastrophe sorgt für Interesse und Empörung. Viele Berichte und Recherchen konzentrieren sich auf die Nebenwirkungen der Globalisierung, die die schlimmen Zustände in Bangladesh und andreswo fördern. Einige grafische Kommentare habe ich heute für Sie zusammengetragen. Sie stellen ein Ausrufezeichen dar. Sie sind eine eindringliche Auffoderung an uns alle, neue Wege des Miteinander zu suchen, um menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen für alle Bewohner unseres Planeten zu schaffen.

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