Raketen auf Eilat konnten den Geburtstag nicht stören

Under Fire: Angriff aus Sinai / Ronny Gordon in Ma'ariv: trotz Warnung geht das Leben weiter / es wird gefeiert / Shai Cherka: mal auch so / Shlomo Cohen: ...oder so / Gil Gibli in Globes: dieser Billionair feiert in London, da ihm die Steuerlast zu hoch ist



Just zu seinem 65. Geburtstag wurden wieder Raketen auf Israel abgefeuert. Das Ziel war die israelische Hafenstadt Eilat, die am Roten Meer liegt. Verantwortung für den Beschuss hat eine islamistische Gruppe übernommen, die im Sinai operiert und dort ziemlich ungestört weitere Angriffe planen und vorbereiten kann. Die Salafisten haben ein Video ins Netz gestellt, in dem sie ihre Aktion nach eigenen Angaben dokumentieren. YouTube hat inzwischen den Film von seinerPlattform entfernt, da er Gewalt verherrlicht.



Die Regierung in Cairo wollte bis heute diese Tatsachen nicht ganz bestätigen. Sie spricht lediglich davon, dass keine "klare Beweise" vorliegen. Von wo aus Eilat angegriffen wurde ist eine peinliche Angelegenheit. Denn das jüngste Ereignis demonstriert wieder, dass es Ägypten kaum gelingt, seine Souveränität im Sinai wahrzunehmen. Große Teile der riesigen  Halbinsel - meist ein Wüstengebiet - sind seit langem ein Eldorado für Extremisten. Jihadisten aus verschiedenen Ländern finden dort Unterschlupf. Eine wirksame Kontrolle fehlt.

Die Regierung in Jersualem zeigt Verständnis für die Probleme des Nachbarlandes. Die Verhältnisse in Ägypten sind kompliziert. Manche Kräfte in der Muslim Brotherhood sympathisieren mit den islamistischen Gruppen im Sinai und wollen sie keineswegs einschränken. Präsident Mohamed Morsi muss vorsichtig jonglieren, damit er seine Machtbasis nicht verliert. Nach Aussen hin beteuert er die Übernahme "voller Kontrolle" im Sinai. Auf dem Terrain aber lässt er den Islamisten ganz bewusst Freiräume, damit sie mindestens das Kernland Ägypten schonen.

Immerhin hat Ägypten vor kurzem Israel davor gewarnt, dass Raketenangriffe auf Eilat ziemlich wahrscheinlich sind. Darauf hin hat Israel eine Batterie von Iron Dome nach Eilat verlegt, um die Bevölkerung zu schützen. Doch diesmal scheiterte das hochgelobte Abwehrsystem und konnte die Raketen nicht abfangen. Allerdings gab es Glück im Unglück: die Raketen schlugen in einem offenen Feld ein und verursachten keinen Schaden. Spezialisten konnten dann in aller Ruhe analysieren, was bei Iron Dome schief gelaufen ist und wie man die Fehler beheben kann.

Die beigefügten Zeichnungen sind echt und aktuell. Sie belegen, dass trotz Drohung durch Raketen die Feierlichkeiten glimpflich verliefen. Selbst in der Stadt Eilat konnten die Menschen den freien Tag genießen und ihren sportlichen und anderen Aktivitäten ungestört nachgehen. Diese Realität ist ausschlaggebend. Der blinde Terror droht an vielen Ecken der Welt. Nicht immer gelingt es, sich wirksam zu verteidigen. Wir alle müssen lernen, damit umzugehen.

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