Cybersecurity GROß geschrieben – bitte auch im privaten Bereich / Cyber attacks pose a threat to every individual

E&T Magazine: wachsam bleiben! / Economist: Paradies für Hacker / Sanudo in PS Europe: ist der Mensch dieser Gefahr gewachsen? / Daniel Hakett in IHT: Hauptader infiziert! / Irrawaady: moderne Kriegsführung



Gestern habe ich über Krieg und Frieden geschrieben. Dabei habe ich auf die Gefahren hingewiesen, die von einem konventionellen oder gar atomaren Waffengang ausgehen. Der schlechte Zufall wollte, dass wenige Stunden später ein Freund von einer ganz anderen Art der Kriegsführung schwer betroffen wurde. Nämlich vom sogenannten Cyberwar. Daraufhin habe ich mich entschlossen, mit einigen Worten vor dieser modernen, aktuellen und überall vorhandenen Gefahr zu warnen.



Doch zunächst zum Angriff gegen meinen Freund: seine Mailbox wurde gestürmt und zum Teil geleert. In den Daten, die übriggeblieben sind herrscht ein totales Chaos. Er kann kaum noch etwas finden. Seine Website wurde ebenfalls von Hackern "besucht". Mit dem Ergebnis, dass sie fast vollständig gelöscht wurde und vom Internet für mehrere Stunden verschwand. Beide Attacken sind nicht nur äusserst ärgerlich. Sie haben einen großen Schaden verursacht - ideell wie finanziell. Sehr viel Arbeit und Zeit benötigt man nun, um die verlorenen Daten zu rekonstruieren. Manche Daten sind für immer verloren.

Als ich von dem Angriff hörte, habe ich ganz schnell meine eigenen Daten geprüft und gesichert. Ich habe teilweise Passwörter geändert und mehrere weitere Massnahmen ergriffen, die von Spezialisten empfohlen werden. Mir wurde plötzlich sehr klar, wie angreifbar wir alle sind. Jeder, der sich im Netz bewegt ist von einer geordneten Datenverwaltung abhängig, im privaten Bereich genauso wie im öffentlichen und wirtschaftlichen Leben. Datenverlust und Datenchaos können jeden von uns sehr hart treffen.

Es gibt bekanntlich Hacker, die "nur zum Spaß" in Datennetze von anderen Menschen eindringen. Es gibt aber auch viele, die böse und kriminelle Absichten haben. Keiner kann voraussagen, wann und von wem die nächste Attacke kommt. Die wenigen Schutzmassnahmen, die uns zur Verfügung stehen, muss man ständig anwenden. Wer das vernachlässigt geht ein großes, unnötiges Risiko ein. Das sollten wir uns immer wieder einprägen. Das tue ich heute als einen kleinen Dienst an meine Leser und (ehrlich gesagt) an mich selbst.

Natürlich gibt es eine enge Verbindung zwischen Krieg, Frieden und Cybersecurity. Das Thema ist immer brisanter für finanzielle Institutionen, für Wirtschaftsunternehmen, für Verwaltungen, für Staatsapparate und nicht zuletzt für Armeen. Oben finden Sie einige Illustrationen und Links, die das belegen. Experten aus aller Welt schlagen sich intensiv mit Problemlösungen herum. Doch wir Bürger können uns kaum teure und aufwändige Dienste leisten. Wir müssen uns durch Wachsamkeit und Verwendung von einfachen Regeln ständig selbst schützen.

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