Kriegsgefahr & Tanz auf dem Eis: so spanne ich den Bogen zwischen Nordkorea & Iran

Global Times, Peking: Kriegsgefahr / Korea Times: alte Weisheit - keine Überreaktion! / Mother Jones: Aufrüstung = Geldverschwendung / Ronny Gordon in Ma'ariv: dünnes Eis! / Mirror, London: US Ziele im Pazifik / Daily Mail: Ziele in den USA selbst



Gestern habe ich einen Vortrag zum Thema Krieg und Frieden im Nahen Osten gehalten. Doch meine Zuhörer wollten viel mehr über die Kriegsgefahr im Fernen Osten hören. Also schaltete ich um und habe versucht, die Situation in und um Nordkorea aus meiner Sicht zu erklären. Gibt es eine akute Kriegsgefahr? Und was ist die Lehre aus der aktuellen Entwicklung?



Mein Fazit will ich in einigen Punkten auch hier wiedergeben. Dieses habe ich gestern ausführlich erläutert und dafür eine breite Zustimmung bekommen. Denn es leuchtet ein, dass

  • weder Nordkorea noch Südkorea noch die USA an einem Krieg interessiert sind. In den letzten Tagen und Wochen erleben wir im Grunde Kriegsrhetorik, die anderen Zwecken als dem Krieg selbst dient.
  • allerdings bewegt sich der nordkoreanische Diktator Kim Jong un auf dünnem Eis - wie übrigens sein Partner, der iranische Präsident Achmadinedschad. Diese Bewertung unterstreiche ich mit Hilfe meines Kollegen Ronny Gordon (4. Zeichnung) von der Tageszeitung Ma'ariv, für die ich selbst viele Jahre geschrieben habe.
  • in der Praxis bedeutet es, dass das Eis nicht unbedingt hält. Das hat dünnes Eis so an sich. Also ist die Kriegsgefahr doch gegeben, obwohl niemand den Krieg will. Es fragt sich natürlich, wie man diesen Widerspruch aufhebt.
  • meine Antwort lautet klipp und klar: die internationale Gemeinschaft insgesamt - nicht nur die USA - kann und soll und muss deutlich machen, dass sie den Tanz auf dem dünnen Eis nicht mehr toleriert. Das ist möglich.
  • die internationale Gemeinschaft, wenn sie solidarisch handelt, kann immer noch dafür sorgen, dass sowohl Nordkorea als auch der Iran ihre atomare Aufrüstung (real oder potentiell) unverzüglich aufgeben.
  • dabei hilft Appeasement absolut nicht. Man muss ganz einfach aus der Geschichte lernen - vor allem aus der europäischen Geschichte. Wenn alle Staaten wirklich zusammenstehen und geschlossen vorgehen werden Nordkorea und der Iran zur Vernunft kommen.
  • entscheidend ist aber, dass vor allem Peking und Moskau ernsthaft mitmachen - ohne Wenn und Aber. Das Thema ist ernst genug. Ein Krieg im Fernen Osten würde sich ganz nah an China und Russland abspielen. Beide haben ja eine gemeinsme Grenze mit Nordkorea.
  • und somit spanne ich den Bogen auch zum Nahen Osten. Zunächst wird Nordkorea gebremst. Der Iran wird das Signal bestimmt verstehen. Der Tanz auf dem Eis wird aufhören. Die Welt wird ein wenig friedlicher. Ich gehe davon aus, dass auch Sie mit dieser kurzen Analyse einverstanden sind. Zustimmung bzw. Widerspruch melden Sie bitte über Facebook oder Twitter.

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