Jorge Bergoglio & Abraham Skorka: der Papst, der Rabbiner und ihr gemeinsames Buch / On Heaven and Earth and the Christian-Jewish Dialog

Amazon: das gemeinsame Buch / weitere Bücher über den Papst / AMIA: jüdische Gemeinschaft gratuliert den Papst / Canal21: ...der hier mit Skorka diskutiert / ...wobei es auch kontrovers zugeht / Philly: Bergoglio in der Synagogue / Arutz2: zündet Chanukka Kerze an



Wenige Stunden vor seiner offiziellen Amtseinführung hat Papst Francisco seinen argentinischen Freund Abraham Skorka angerufen. Er wollte mit ihm einige Gedanken austauschen, wie sie es schon oft in der Vergangenheit gemacht haben. Der Rabbiner war erfreut aber nicht überrascht. Er kennt den Papst seit vielen Jahren und war sich absolut sicher, dass die feste Freundschaft auch mit dem neuen, hohen Amt weitergeführt wird.



Über den Inhalt des Gesprächs können wir im Einzelnen nicht berichten. Es war ein sehr persöhnliches Gespräch, bei dem ganz sicher auch Emotionen eine wichtige Rolle gespielt haben. Doch die gemeinsamen Interessen und die Themen sind uns wohl bekannt. Jorge Bergoglio - wie früher der Papst hieß - hat seine Gedanken zu Fragen des menschlichen Daseins und dem Verhältnis zu Gott in einem Buch niedergeschrieben. Der Band trägt den Namen Über Himmel und Erde. Das Vorwort hat Abraham Skorka geschrieben. Es ist ein gemeinsames Werk, wie schon der Titel (siehe oben) verrät.

Die Freundschaft zwischen den Geistlichen - dem katholischen Papst und dem argentinischen Rabbiner - kann man zurecht als eine persönliche Angelegenheit betrachten. Das ist sie ganz bestimmt. Doch sie ist viel mehr als das. Die beiden Herren haben mehrere Jahre vor den TV-Kameras miteinander diskutiert. Sie haben es sehr bewusst und gezielt gemacht. Dabei verkannten sie nicht die öffentliche Wirkung ihres Engagements. Sie wollten ein Signal für Respekt und gegenseitige Verständigung setzen. Viele Zuhörer und Zuschauer in Argentinien und in ganz Lateinamerika bestätigen, dass ihnen Bergoglio und Skorka immer wieder helfen konnten.

In diesem Interview in der Zeitung Yediot plaudert Skorka aus dem Nähkästchen. Er beschreibt die intime Atmosphäre während der vielen Stunden des Dialogs und sagt: "nur wir beide waren da... und zwischen uns war der Allmächtige. Die Geistlichen konnten sich näher kommen und trotz aller Gegensätze eigentlich gut verstehen. Dabei haben sie auch höchst kontroverse Themen nicht gescheut - Zölibat, Ehe von Homosexuellen, der arabisch-israelische Konflikt und vieles mehr. Auf Initiative von Bergoglio hat Skorka die Ehrendoktorwürde der katholischen Universität von Buenos Aires bekommen - ein Novum, das in Argentinien viel Aufsehen erregte.

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