Ferguson, Missouri: die Vergangenheit der Rassendiskriminierung holt die USA ein

Die dramatische Eskalation der Gewalt in Ferguson (Bundestaat Missouri, USA), demonstriert ein tiefes Misstrauen zwischen Teilen der Bevölkerung und den Regierenden, die für Ruhe und Ordnung sorgen müssen. Die schweren Unruhen - die sich inzwischen auf mehrere Großstädte im ganzen Land ausgebreitet haben - zeigen darüber hinaus, dass sich viele schwarze Amerikaner immer noch benachteiligt und diskriminiert fühlen. Zudem entlarven die Ereignisse die Unfähgkeit der gutgesi...

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Heute im Orient: Bahrain zementiert Herrschaft der sunnitischen Minderheit; palästinensische Köngin Rania liest den Arabern die Leviten

Von den vielen Konflikten im Nahen und Mittleren Osten ist die über tausend Jahre alte Konfrontation zwischen Sunniten und Schiiten bei weitem der dauerhafteste, der blutigste und letzlich auch die komplizierste Zwietracht. Am Rande dieses Konflikts sind zwei Ereignisse von Bedeutung, die das Geschehen im Orient mitbestimmen und die wirklichen Auseinandersetzungen im Islam sehr einleuchtend reflektieren.

Anschlag in Jerusalem: Der Westen subventioniert Zuwendungen an die “Märtyrer”

Der jüngste Anschlag auf betende Menschen in einer Jerusalemer Synagogue hat weltweit Empörung und Bestürzung ausgelöst. Allerdings nicht so sehr in Ramallah - die Zentrale der weitgehend vom Westen finanzierten palästinensischen Autorität; und schon gar nicht in Gaza - die Zentrale der Hamas-Regierung, die den Küstenstreifen an der Grenze zu Ägypten mit harter Hand führt.

Putin verlässt Brisbane frühzeitig; Krise um die Ukraine überschattet das Treffen der Mächtigen

Der G20 Gipfel in Brisbane endete praktisch zweimal. Zuerst mit dem frühzeitigen, demonstrativen Abgang des russischen Präsidenten Vladimir Putin. Dann mit dem offiziellen Abschluß der Mammut-Veranstaltung und der Rückkehr aller Teilnehmer in ihre Länder. Dieses doppelte Ende verspricht nichts Gutes für die internationalen Beziehungen, die ja der G20 Gipfel zu verbessern versucht.

Luftschläge produzieren Selbsttäuschung; Kalifat ISIS breitet sich aus

Die gemeldeten Erfolge im Kampf gegen das sunnitische Kalifat ISIS sind mit Vorsicht zu genießen. Während die USA und einige NATO Länder den neuen Staat mit Luftschlägen im Irak und in Syrien zu schwächen versuchen, verbreitet sich die Botschaft der Islamisten auch in anderen Teilen des Orient. ISIS hat bereits viele Anhänger in Lybien, im Sinai, in Gaza, im Yemen und sicherlich auch auf der arabischen Halbinsel, wo sich die heiligen Stätten des Islam befinden.

Ballons in Berlin: Feiern ohne Realitätsverlust

Neulich landete ich in Berlin nach einer kurzen Auslandsreise. Die Passagiere wurden im Flughafen Schönefeld durch mehrere, extrem schmale Gänge geschleust. Es gab Treppe rauf und Treppe wieder runter, was das Tragen der Handtaschen für ältere Menschen besonders erschwerte. Endlich erreichten wir die Halle, in der das Gepäck abgeholt werden konnte. Alles lief extrem langsam. Die Räumlichkeit wirkte marode und trostlost. ...

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